Silberchlorid
{| width=40% class="prettytable float-right"|- style="background-color:#ffdead;"
! colspan="2" | Strukturformel
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| colspan=2 align="center" | 200px
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! colspan="2" | Allgemeines
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| Name || Silberchlorid
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| Summenformel /'>| AgCl
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| Andere Namen || Hornsilber
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| Kurzbeschreibung || weißes kristallines Pulver
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| LD50 (Maus, oral) || 10000 mg/kg
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! colspan="2" align="center" bgcolor="#FFDEAD"|Physikalische Eigenschaften
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| Aggregatzustand /'>| fest
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| Molmasse /'>| 143,323 g/Siedepunkt /'>| 1550° C
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! colspan="2" | Weitere Eigenschaften
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| Kristallstruktur /'>|NaCl-Struktur
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! colspan="2" | Thermodynamik
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| ?fH0s ||-127 mol
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| S0s ||96 J/(mol · K)
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! colspan="2" |
SI-Einheiten wurden, wo möglich, verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, wurden Normbedingungen benutzt.
/'>}
Silberchlorid (auch: Silber(I)-chlorid), kann zwar als das Quecksilber zunehmend aus Labor und Technik verbannt wird, werden die früher oft verwendeten Kalomelelektroden meist durch Ag/AgCl-Elektroden ersetzt, so dass diese inzwischen am häufigsten benutzt werden.
Die Herstellung einer solchen Elektrode kann durch elektrochemische Oxidation eines Silberdrahtes in Chlorwasserstoffsäure erfolgen: Taucht man beispielsweise zwei Silberdrähte in Salzsäure und legt eine Spannung (1-2 V, 20-300 s) an, so wird die Anode (mit dem Pluspol verbunden) mit Silberchlorid bedeckt (Anode: 2 Ag + 2 HCl ? 2 AgCl + 2 H+ + 2 e?, Kathode: 2 H+ + 2e? ? H2, Gesamtreaktion: 2 Ag + 2 HCl ? 2 AgCl + H2). Bei diesem Verfahren ist sichergestellt, dass alles entstehende Silberchlorid in elektrischem Kontakt mit der Elektrode steht.
AgCl wird auch auf EKG-Elektroden als Elektrolyt verwendet.
Nachweis
Silberchlorid löst sich ? im Gegensatz zu den Silberhalogeniden AgBr und AgI ? in verdünnter Ammoniaklösung unter Bildung eines Komplexes:
AgCl + 2 NH3 ? [H3N-Ag-NH3]+ + Cl? (Diamminsilber-chlorid).
Auch mit Cyanid oder Thiocyanat bilden sich analoge lösliche Komplexe, so dass Silberchlorid aufgelöst wird. Silberchlorid ist auch in konzentrierter Salzsäure unter Bildung des Chlorokomplexes [Cl-Ag-Cl]? zum Teil löslich, weshalb man beim Ausfällen von AgCl keinen Salzsäure-Überschuss verwenden sollte.
Aus dem Amminkomplex kann beispielsweise mit Sulfid wieder unlösliches Silbersalz ausgeschieden werden:
2 [Ag(NH3)2]+ + S2? ? Ag2S + 4 NH3.

