Afrikanische Diaspora
Der Begriff Afrikanische Diaspora wird für die Gesamtheit der Menschen afrikanischer Herkunft (engl.: "People of African Heritage") verwendet, welche geographisch vom Mutterkontinent Afrika entfernt leben.Dazu gehören zum Beispiel Afroamerikaner (bzw. Afrokanadier) in Nordamerika, in der Karibik und in Südamerika ebenso wie Nachfahren afrikanischer MigrantInnen in Europa (z.B. Afrodeutsche), Asien und der restlichen Welt. Der Hauptanteil der Afrikanischen Diaspora entstand hierbei durch den transatlantischen Sklavenhandel mit der heute entsprechend größten Population in Brasilien (Afrobrasilianer).
Der Begriff bezeichnet allgemein das gemeinsame kulturelle Erbe dieser Menschen/Gemeinschaften, ihrer afrikanischen Wurzeln bzw. Identität und entspricht einer afrozentrischen Weltanschauung.
Vertreter des Panafrikanismus sehen auch in manchen Ureinwohnern der Halbinsel_von_Malaysia, Neuguineas, Indiens, Melanesiens und Mikronesiens Angehörige der Afrikanischen Diaspora.
Die Afrikanische Union hat diese definiert als "bestehend aus Menschen afrikanischen Ursprungs, die unbeschadet ihrer Staatsbürgerschaft und Nationalität außerhalb des Kontinents leben und die willens sind, zur Entwicklung des Kontinents und zum Aufbau der Afrikanischen Union beizutragen."[http://www.africa-union.org/organs/ecossoc/Report-Expert-Diaspora%20Defn%2013april2005-Clean%20copy1.doc Report of the meeting of experts from member states on the definition of the African Diaspora], Afrikanische Union, Addis Abbeba, 11.-12. April 2005
Weblinks
• Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung zur Afrikanischen Diaspora in Deutschland
• The African Diaspora Network, letzte Aktualisierung 7. Dezember 2006, engl.
• African Diaspora, Columbia University, City of New_York, engl.
Quellen
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