Aflatoxine
Aflatoxine sind natürlich vorkommende Mykotoxine (Pilzgifte), welche erstmals beim Schimmelpilz Aspergillus_flavus nachgewiesen wurden, aber auch von anderen Schimmelpilzarten wie Aspergillus parasiticus gebildet werden.
Es existieren verschiedene Subgruppen, für den Menschen ist insbesondere Aflatoxin B relevant. Aflatoxine haben bei höheren Konzentrationen (um 10 µg) akut lebertoxische Wirkung (Leberdystrophie), wirken jedoch schon bei geringeren Konzentrationen (vor allem bei wiederholter Zuführung) kanzerogen auf Nagetiere und Menschen. Die Neoplasie tritt besonders häufig in Leber und Magen auf.
Aspergillus flavus ist in der Natur häufig und weit verbreitet. Man findet ihn meist, wenn das Wachstum von Erdnüssen, Mohn oder bestimmten Getreidesorten unter schlechten (Stress auslösenden) Bedingungen, wie z. B. Dürre, erfolgt. In einer Vielzahl von Fällen wurde der Pilz auf Pistazien festgestellt.
Schimmelpilze kommen in Erde, verrottender Vegetation, Heu und Getreide, das mikrobiellem Verderb ausgesetzt ist, vor. Sie befallen organische Substrate jeden Typs, wenn die Bedingungen ihr Wachstum begünstigen. Solche wachstums-begünstigenden Bedingungen sind z. B. hohe Temperatur und Feuchtigkeit wie in den tropischen Regionen. Man unterscheidet mindestens 20 verschiedene Aflatoxine, die in der Natur vorkommen, von denen Aflatoxin B1 für das giftigste gehalten wird. Die letale Dosis von Aflatoxin B1 beträgt bei Erwachsenen 1-10 mg/kg Körpergewicht. Aus diesem Grund werden bereits seit 1976 Höchstmengen für Aflatoxine in bestimmten Lebensmitteln festgesetzt.
Das Vorhandensein von Aspergillus flavus allein ist nicht hinreichend dafür, dass tatsächlich schädliche Mengen von Aflatoxinen gebildet werden. Nur das Potenzial zur Produktion von Aflatoxinen ist vorhanden.
Weblinks
• Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Mykotoxinen
• EU: Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten
*[http://www.akademie-fresenius.de/1852] Fresenius Fachtagung Contaminants and Residues in Food am 3. und 4. Mai 2007 in Köln

