Affe (Redewendung)
von Nikk?]]In dieser Liste sind die Redewendungen zum Thema Affe aus der Liste deutscher Redewendungen ausgegliedert.
Liste
Klappe zu, Affe tot!
:Aufgabe erledigt! (vermutlich aus der Filmbranche?)
Den Affen für jemanden spielen
:Du kannst nicht alles mit mir machen. Auf Jahrmärkten traten früher häufig Gaukler mit Tieren wie z.B. Affen auf, die alle möglichen Kunststücke vorführen mussten, für die sie teilweise schikanös dressiert worden waren
Seinem Affen Zucker geben
:im Rausch ausgelassen lustig sein (Bei Theodor Fontane kommt die Wendung mehrfach vor, z. B.: ?Da habe ich demissioniert und dem Affen meiner Eitelkeit das Zuckerbrot gegeben.")
Den Affen loslassen
:lustig sein, sich einen vergnügten Tag machen
Ein Affentheater aufführen
:ein übertriebenes Gebaren zeigen
Einen alten Affen (etwas) lehren
:etwas Vergebliches tun.
Einen Affen sitzen haben
:betrunken sein (angebliche Trunksucht des Affen oder Affen = Tornister der Soldaten)
Ich denke, mich laust (kratzt) der Affe.
:Ausdruck hochgradiger unangenehmer Überraschung (Die Redewendung ging im 19. Jahrhundert von Berlin aus, wo die Wendungen "Ik denke, der Affe laust mir" gängig war.)
Sich einen Affen holen
:sich betrinken
Sich zum Affen machen
:sich lächerlich machen
Affenliebe
:übertriebene Liebe
Affenschande
:"offenbare Schande"
einen Affenzirkus veranstalten
:viel Getue
Drei Affen
:?nichts (Böses) sehen, nichts (Böses) hören, nichts (Böses) sagen?
vom wilden Affen gebissen
:verrückt
affenartiges Tempo
:sehr schnell
Mich laust der Affe!
:Ausdruck hochgradiger Verwunderung und unangenehmer Überraschung (Beobachtung, dass sich die Affen gegenseitig eifrig das Fell durchsuchen - Wenn der Affe eines Gauklers auf die Schulter eines Zuschauers sprang, um Schuppen auf dem Kopf zu suchen, war der Betroffene erschrocken und peinlich berührt, weil nun alle glaubten, dass er Ungeziefer herumtrage, das der Affe entdeckt habe.)
wie ein Affe auf dem Schleifstein
:äußerst unbequem sitzen
Ich bin doch nicht dein Affe
:ich lasse mir von dir nichts vormachen
Maulaffen feilhalten
:dumm herumstehen (falsche Ableitung von Maul offen)
Affengeil
:sehr gut (Modewort der Jugendsprache, das auf mittelhochdeutsch "geil" = froh zurückgeht)
geleckter Affe
Siehe auch
Affe
Literatur
*Kurt Krüger-Lorenzen: ?Das geht auf keine Kuhhaut.? Econ-Verlag, Düsseldorf 1960 antiquarisch
• Röhrich]: ?Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten.? Band 1-3. Freiburg im Breisgau: Herder, 2003. ISBN 978-3451054006

