Advanced Life Support
Unter Advanced Life Support (ALS) und Advanced Cardiac Life Support (ACLS) versteht man die in den Richtlinien der Fachgesellschaften European_Resuscitation_Council (ERC) und American_Heart_Association (AHA) beschriebenen erweiterten Maßnahmen im Rahmen einer Reanimation, um einen Kreislaufstillstand zu beenden und die zugrunde liegende Erkrankung zu behandeln Nolan JP, Deakin CD, Soar J et al.: European Resuscitation Council guidelines for resuscitation 2005. Section 4. Adult advanced life support. (2005) Resuscitation. 67 Suppl 1:S39-86. PMID 16321716, 2005 American Heart Association Guidelines for Cardiopulmonary Resuscitation and Emergency Cardiovascular Care. Circulation. [http://circ.ahajournals.org/content/vol112/24_suppl/#_____AMERICAN_HEART_ASSOCIATION_GUIDELINES_FOR_CARDIOPULMONARY_RESUSCITATION_AND_EMERGENCY_CARDIOVASCULAR_CARE Volume 112, Issue 24; December 13, 2005]. Die Basismaßnahmen einer Reanimation werden hingegen als basic life support (BLS) bezeichnet.
Während die Leitlinien des ERC den Begriff des ALS aufführen, wird von der AHA die Bezeichnung ACLS verwendet. Die Maßnahmen in diesen weitgehend aufeinander abgestimmten Richtlinien unterscheiden sich nur in Details. Die Maßnahmen umfassen unter anderem die periphervenöse_Punktion, medikamentöse Therapie, Atemwegssicherung und Defibrillation (Details im Kapitel Herz-Lungen-Wiederbelebung#Erweiterte Maßnahmen).
ALS-Maßnahmen sind in Deutschland ärztliche Tätigkeiten, die von nichtärztlichem Personal wie Gesundheits- und Krankenpflegern, Rettungssanitätern und Rettungsassistenten jedoch in Notkompetenz oder durch Delegation durchgeführt werden. In anderen Ländern mit Paramedic-basiertem Rettungsdienst wie den USA werden diese Maßnahmen auch durch besonders qualifizierte Rettungsdienstmitarbeiter praktiziert.

