Adriana Tarábková
Adriana Tarábková (28. Mai 1966 in Prag) ist eine ehemalige tschechische Schauspielerin slowakischer Herkunft. Zusammen mit ihren 3 Kindern wohnt sie heute in Bratislava (Preßburg).Beliebt wurde sie Mitte der 80er Jahre im Film vor allem durch ihre atemberaubende Ausstrahlung und einem unschuldigen, feenhaften Erscheinen, besaß aber einen unberechenbaren Charakter , insbesondere gegenüber Verehrern, die äußerlich oft von ihr getäuscht wurden. Im späteren Verlauf der Handlung veränderte sie ihren Charakter aber dann doch zum Positiven .
Ihre bekannteste Rolle ist die der Prinzessin Anna im Omnia-produzierten König Drosselbart-Film.
=Erste Erfolge und Durchbruch (1984-1985)
=Adriana hatte ihren ersten Filmauftritt 1984 im Alter von 18 Jahren in der Studentenkomödie ?Jak básníci p?icházejí o iluze? (alternativ: Wie Poeten ihre Illusion verlieren),u.a. mit Karel Roden, in dem sie einen Studenten hochnäsig abwies. Dieser begann seine Illusion zu verlieren während sie im weiteren Verlauf des Filmes begann, Gefühle für ihn zu entwickeln. Mit dieser Rolle wurde sie in Tschechien über Nacht zum Traum von vielen tausend Jugendlichen.
Im gleichen Jahr trat sie in der Omnia-Produktion von König Drosselbart (alternativ: König Drosselbart-Märchenedition Nr. 6) auf. Mit den Grundmotiven der Gebrüder-Grimm-Märchenerzählung und einem identischen Charakter wie in ihrem ersten Film erlangte Adriana Tarábová an der Seite von Luka? Váculik, Maria Schell, Gerhard Olschewski und Marián Labuda auch in Deutschland Bekanntheit. Der Film besaß zwar keine Altersbeschränkung, wurde aber nicht nur bei Kindern, sondern auch bei älteren Zuschauern sehr beliebt. Er erhielt im gleichen Jahr in Karlsbad den Preis für Kinderfilme und gilt heute noch als eine der besten Märchenfilme überhaupt.
Zu dieser Zeit war sie in vielen tschechischen Zeitschriften u.a. auch Fotomodel zu sehen.
=Folgezeit (1986-1989)
=Im Jahre 1986 stand Adriana Tarábková ein drittes und letztes Mal als Hauptperson vor der Kamera.
Danach folgten 1987 und 1988 kleine Nebenauftritte in zwei TV-Serien. Ab 1989 folgten dann keine Fernsehauftritte, da sie 1989 nach Bratislava zog und ins Business ging. Von Filmen wollte sie kaum noch etwas wissen. Auch in Zeitschriften war sie kaum noch zu sehen.
=1993 bis heute
=Nachdem Adriana 1993 das letzte Mal in einer kleinen Nebenrolle vor der Kamera stand, zog sie sich endgültig aus dem Filmgeschäft und dem öffentlichen Leben zurück, um ihr Privatleben ausleben zu können. In Bratislava lebt sie heute noch zusammen mit einer großen Familie in einer großen Villa und leitet eine Gesellschaft, die Verpackungsmaschinen herstellt. Von Filmen will sie aufgrund ihrer Privatsphäre nichts mehr wissen.
=Öffentliche Wahrnehmung
=Seit Adriana Taráková im Business ist, gilt sie dort als sehr einflußreich. Dort steht sie allerdings im Hintergrund und gibt keine Interviews. Obwohl sie sehr reich ist und eine große Familie hat, ist sie im öffentlichen Leben eher unbekannt. Auch im Netz sind nur sehr wenige Fotos von ihr zu finden, die fast ausnahmslos aus der Zeit ihrer ersten beiden Filme stammen.
=Besonderheiten
=Im König-Drosselbart-Film wurde Adriana Tarábková ins Deutsche von der mehr als 10 Jahre älteren Constanze Engelbrecht synchronisiert und wirkte so für die Zuschauer sehr viel älter und ernster.
Obwohl Regisseure oft erzählen, dass sie eine schöne Zukunft im Film hätte, sagt sie immer wieder: Ich will nichts mehr über Filme wissen. Ich will auch nicht dran denken. Ich lebe nur noch mein Privatleben. Allerdings bedeutet das nicht, dass sie die Zeit, in der sie in Filmen zu sehen war, später bereut hat, da ihr diese Filme so gut gefielen, dass sie sie sich noch bis heute sehr oft angesehen hat.
Adriana Tarábková gehört vermutlich zu den sehr wenigen ehemaligen Schauspielern, die ihre Filmkarriere wegen des viel zu großen Erfolges und den daraus folgenden negativen Konsequenzen auf ihr Privatleben beendet haben.
Filmografie (Auswahl)
* 1984: Wie Poeten ihre Illusionen verlieren
* 1984: König Drosselbart (Märchenedition Nr.6)
* 1986: Cena Ôdvahy (Fernsehfilm)
* 1993: Das Ende der Dichter in Böhmen
Weblinks
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