Adrian Willaert
Adrian Willaert (1490; ? 7. Dezember 1562) war ein flämischer Komponist und der Begründer der Venezianischen_Schule.
Sein Geburtsort ist unklar, entweder stammt er aus Brugge oder Roeselare.
Willaert lernte in Paris bei Jean Mouton und Josquin Des Prez und ging 1516 nach Rom und später nach Ferrara, wo er dem Kardinal Ippolito I d'Este diente und wahrscheinlich auch mit ihm zwischen 1517 und 1519 nach Ungarn ging.
Nach Ippolito's Tod 1520 trat er in die Dienste des Herzogs Alfonso und blieb dort bis 1527, als er zum Kapellmeister von St._Markus in Venedig wurde. Obwohl verwurzelt in den Prinzipien kontrapunktischer Komposition, wurde Willaert schnell beeinflusst von der neuen, in Florenz entwickelten Manier, die das harmonische Element über das melodische stellte.
Willaert hatte bedeutenden Anteil an der Entstehung des Madrigals und der Doppelchörigkeit. Er war ein anerkannter Lehrer. Zu seinen Schülern zählen unter anderem die Komponisten Cypriano de Rore, Constanzo Porta, Francesco della Viola und Andrea Gabrieli und die Musiktheoretiker Nicola Vicentino und Gioseffo Zarlino. Willaert schuf ein umfangreiches Werk: 8 Messen, über 50 Hymnen und Psalmen, mehr als 150 Motetten, circa 60 Chansons, über 70 Madrigale und mehrere Instrumentalstücke (Ricercares).
Weblinks
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• Adrian Willaert in HOASM (englisch)

