Anbetung
Anbetung (lat.: adoration) ist nach christlich-kultureller Auffassung die religiöse Verehrung Gottes. Das Wort wird auch in einem nichtchristlichen, umgangssprachlichen Sinn verwendet, indem man eine geliebte Frau als Angebetete bezeichnet. Anbetung kann auch als ehrfürchtiges Staunen umschrieben werden. In der Antike wurden vielerlei Dinge, Tiere, Pflanzen und Menschen und Halbgötter (halb Gott, halb Mensch), wie auch Gottheiten angebetet oder angerufen.Christentum
Charismatisch
Moderne charismatische Gottesdienste oder auch Gebetstreffen zeichnen sich besonders durch ihre ausgedehnten Lobpreis-_und_Anbetungszeiten aus, wobei ein Wechsel zwischen Gebet, Liedern und Stille zu beobachten ist.
Katholisch
In katholischen_Kirchen und Klöstern wird z.T. regelmäßig die eucharistische Anbetung, d.h. die Anbetung Jesu, der in einer Hostie, z.B. als Oblate oder Brot, gegenwärtig ist, oder Ewige Anbetung praktiziert.
In der Katholischen und in der Orthodoxen_Kirche wird die Anbetung oder latreia, die nur Gott oder der Dreieinigkeit zusteht, strikt von der Verehrung oder douleia unterschieden, die auch Heiligen und Ikonen gezollt werden darf (Sonderform: Hyperdulia - für die Jungfrau).
Diese für westliches Denken spitzfindige klingende Unterscheidung wird von gläubigen Orthodoxen als ein sehr realer, auch leicht praktisch erfahrbarer Unterschied beschrieben. Die Schwierigkeit der Unterscheidung für Westler wird orthodoxerseits oft damit begründet, dass dem Westen die in der Anbetung implizierte totale Unterwerfung unter Gott fremd geworden ist. Diese kann sich z.B. auch in Niederwerfungen, wie man sie hierzulande eher aus dem Islam oder aus Historienfilmen, wo sich Priester babylonischer, ägyptischer oder griechisch-römischer Religions-Kulte in Götzenverehrung vor Bildnissen, Gegenständen oder Statuen niederwerfen, niederknien, kennt, ausdrücken.
Bekannte, traditionelle Motive der religiösen Malerei sind die Anbetung des Jesuskindes durch die Heiligen_Drei_Könige, die Anbetung der Hirten und auch die Versammlung um das Goldene_Kalb.
Manche Menschen stellen ihr ganzes Leben in den Dienst der Anbetung, z. B. der Betkaspar.
Judentum
Das Judentum, Ausgangsreligion aller abrahamitischen_Religionen, kennt Anbetung nur in dem Sinne des Gebetes mit dem einen, unteilbaren Gott, der transzendent der Welt der Vielheit und der Dinge gegenübersteht.
Islam
Der Islam kennt Anbetung nur in dem Sinne des Gebetes mit dem einen, unteilbaren Gott, Hierin ist es mit dem Judentum gleichgesinnt.
Weblinks
[http://www.kirchensite.de/index.php?myELEMENT=92790 Eucharistische Anbetung in der kath. Kirche]
[http://www.kirchensite.de/index.php?myELEMENT=93051 Was bringt mir Anbetung?]
Siehe auch
Halbgott

