Alexander Dominicus
Adolf Alexander Eberhard Dominicus (19. April 1873 in Straßburg; ? 18. Oktober 1945 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker (DDP, später parteilos).Leben und Beruf
Nach dem Abitur nahm Dominicus ein Studium der Rechtswissenschaften in Straßburg, München und Berlin auf, welches er 1894 mit dem ersten und 1899 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. Er trat 1900 als Regierungsassessor in die Verwaltung Elsaß-Lothringens ein und wurde später zum Regierungsrat befördert.
Nach seinem Ausscheiden aus dem öffentlichen Dienst war Dominicus Leiter eines Kindererholungsheims am Heuberg. Er beteiligte sich an der Förderung der Deutschen Luftfahrt, war von 1926 bis 1933 Vorsitzender des Deutschen_Luftfahrtverbands sowie Vizepräsident des Deutschen Luftrats für die Entwicklung der Luftfahrt und fungierte bis 1941 als Geschäftsführer eines Flugtechnischen Instituts in Rust. Außerdem war er von 1929 bis 1933 Vorsitzender der Deutschen_Turnerschaft.
Partei
Nach dem Ersten_Weltkrieg schloss Dominicus sich der DDP an. 1924 trat er aus der Partei aus.
Abgeordneter
Dominicus war von 1919 bis 1925 Mitglied der preußischen Landesversammlung bzw. des preußischen_Landtags. 1920/21 war er Vorsitzender der DDP-Landtagsfraktion, die er am 22. Oktober 1924 verließ.
Öffentliche Ämter
Dominicus war seit 1902 Beigeordneter der Stadt_Straßburg. Von 1911 bis 1921 amtierte er als Oberbürgermeister der Stadt_Schöneberg, die 1921 nach Berlin eingemeindet wurde. Sein Vorgänger als Oberbürgermeister war Rudolph Wilde, der die Planungen für das Schöneberger_Rathaus durchgeführt hatte, die unter Dominicus mit der Grundsteinlegung am 26. Mai 1911 zur Ausführung kamen.
Vom 21. April 1921 bis zum 7. November 1921 amtierte Dominicus als preußischer Innenminister in der von Ministerpräsident Adam Stegerwald geführten Staatsregierung.
Ehrungen
Nach ihm ist die Dominicusstraße benannt, die von der Hauptstraße zum Rathaus führt. Diese Straße hieß zuvor ?Mühlendamm? und verweist auf den historischen Charakter des Gebiets. Das Rathaus fand seinen Platz auf dem ehemaligen ?Mühlenberg?, der den Endpunkt einer eiszeitlichen Glazialen_Rinne (Grunewaldseenkette) bildete, die in ihrem letzten Teil heute den Rudolph-Wilde-Park darstellt.

