Adolf von Rauch
Adolf von Rauch (22. April 1798 in Heilbronn; ? 12. Dezember 1882 in Heilbronn) war Papierfabrikant in Heilbronn und als solcher einer der Protagonisten der Heilbronner Papierindustrie.
Den Gebrüdern Rauch gehörte bereits eine Tabak-, Öl- und Farbholzmühle mit angeschlossenem Handelsunternehmen, die ihr Großvater Johann Benjamin Rauch (1703-1776) gemeinsam mit Christian Becht im Jahre 1762 gegründet hatte. Ihr Vater Johann Max Moriz Rauch (1754-1818) wurde im Jahr 1808 geadelt. Um 1820 errichteten die Brüder Adolf und Moriz von Rauch ihre Papierfabrik Gebrüder Rauch, in der sie im Jahre 1823 eine englische Papiermaschine in Betrieb nahmen.
Bei der Gründung der Handels- und Gewerbekammer Heilbronn im Jahr 1855 gehörte Adolf von Rauch zu deren zwölf ?notablen? Mitgliedern, die vom württembergischen König in dieses Amt berufen wurden. 1856 gehörte Rauch zu den Initiatoren des Baus von speziellen Arbeiterwohnungen, woraus sich später die heutige Stadtsiedlung Heilbronn entwickeln sollte.
Adolf von Rauch war seit 1833 mit Elisabeth Eleonore von der Velden (1810-1843), der Tochter eines Frankfurter Bankherren, verheiratet und hatte mit dieser drei gemeinsame Kinder. Elisabeth verstarb im Wochenbett sechs Tage nach der Geburt der zweiten Tochter Elisabeth.
Literatur
Helmut Schmolz, Hubert Weckbach: Heilbronn. Geschichte und Leben einer Stadt. 2. Auflage. Konrad, Weißenhorn 1973, ISBN 3-87437-062-3

