Adolf Strube
Adolf Strube (1894; ? 1973) war ein deutscher Schul- und Kirchenmusiker sowie HochschullehrerAdolf Strube besuchte von 1908 bis 1914 die Lehrerbildungsanstalt in Halberstadt und war anschließend als Kriegsfreiwilliger im Ersten_Weltkrieg. Hochdekoriert wurde er im Mai 1917 an der Westfront verwundet und kehrte in die Heimat zurück. Von November 1917 bis 1926 war er als Volksschullehrer tätig. Zugleich war er Kantor und Organist in Harsleben bei Halberstadt und leitete den dortigen Harslebener Singkreis.
Im Jahr 1926 legte er die "Prüfung für Musiklehrer an Höheren Schulen" an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik in Berlin ab. In den Folgejahren war er bis 1928 vom Schuldienst beurlaubt, um sein Studium der Musikwissenschaft und Pädagogik an den Universitäten in Halle und Leipzig fortzuführen. Nebenamtlich war er in dieser Zeit als Lehrer an der Kirchenmusikschule Aschersleben beschäftigt.
Im Jahr 1928 wurde Strube Leiter der Abteilung Kirchenmusik des Evangelischen Presseverbandes für Deutschland bzw. des Evangelischen Musikamtes in Berlin. Er leitete in dieser Zeit als Chorleiter auch den Berliner Praetorius-Kreises.
1930 siedelte Strube von Harsleben nach Berlin-Steglitz. Bis 1934 war er nun Kantor und Organist an der Kirche zum Guten Hirten in Berlin-Friedenau.
Am 1. Mai 1933 trat Strube in die NSDAP ein, am 30. September 1933 in den Nationalsozialistischen Deutschen Lehrerbund.
Im September 1933 wurde er Geschäftsführer des "Reichsverbandes für evangelische Kirchenmusik",
Ab 1934 gab er gemeinsam mit dem Merseburger Verlag zahlreiche Notenausgaben für Kirchen- und Schulmusik heraus. Ab 1934 erschien unter seiner Herausgeberschaft die Vierteljahreszeitschrift "Musikalische Volksbildung", ab 1935 war er Schriftleiter, ab 1938 Hauptschriftleiter der "Völkischen Musikerziehung".
Von Januar 1934 bis Mitte 1938 war er Schriftleiter der "Kirchenmusikalischen Nachrichten".
Am 1. Oktober 1937 tritt der dem Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbund bei.
Er organisiert im Oktober 1937 das "Fest der Deutschen Kirchenmusik" in Berlin.
Nach dem Zweiten_Weltkrieg übernahm er 1945 die Geschäftsführung der "Zentralstelle für evangelische Kirchenmusik" und des "Verbandes evangelischer Kirchenmusiker Deutschlands". Ab 1950 hatte er die Schriftleitung von "Der Kirchenmusiker".
Er war Leiter der "Berliner Kantorei" und Herausgeber vielfältiger Chorliteratur.
1956 wurde er Eigentümer und Leiter des Merseburger-Verlages.
Werke
*Handbuch für den Tonwortunterricht (mit Frank Bennedik), Leipzig, Merseburger 1926
Literatur
*Franz Rühlmann: Adolf Strube 50 Jahre alt, in Zeitschrift für Völkische Musikerziehung, 1, H. 2/3, S.45 f.
*Karl Merseburger/Rudolf Elvers: Adolf Strube zum sechzigsten Geburtstag, Berlin/Darmstadt, Merseburger, 1954
Quellen
*Volker Schmidt: Chorarbeit in der Schule (Dissertation, Bildungswissenschaftliche Hochschule Flensburg) ([http://www.zhb-flensburg.de/dissert/schmidt/dissertation.pdf#search=%22%22Adolf%20Strube%22%20Merseburger%201956%22 Online-Version, PDF])
*Thomas Phleps: Die richtige Methode oder Worüber Musikpädagogen sich streiten ([http://www.uni-giessen.de/~g51092/pdf_dateien/DierichtigeMethode.pdf#search=%22%22Adolf%20Strube%22%20Ausbildung%20Studium%22 Online-Version (PDF)])

