Adolf IV. (Kleve-Mark)
Adolf IV. von Kleve-Mark, auch als Adolf I., Herzog von Kleve, bezeichnet, (1373; ? 1448) war der erste Herzog_von_Kleve und Graf_von_der_Mark.1394 war Adolf Graf von Kleve geworden. Als 1398 sein Bruder Dietrich, Graf der Mark, gestorben war, vereinigte Adolf die beiden Grafschaften unter seiner Herrschaft. In den folgenden Jahren dehnte er sein Herrschaftsgebiet aus und steigerte seinen politischer Einfluss, vor allem durch die Heirat mit Maria, der Tochter Johanns_von_Burgund. Gekrönt wurde seine Bemühung dadurch, dass König Sigismund 1417 Kleve zum Herzogtum erhob.
Ab 1409 musste Adolf sich der Ansprüche seines Bruders Gerhard erwehren, der die Grafschaft Mark für sich beanspruchte und sich mit Dietrich II. von Moers, dem Erzbischof von Köln verbündet hatte. Zu offenen Kämpfen kam es ab 1423. 1437 begann eine kurze Friedensphase, nachdem die Landstände Adolf gezwungen hatten, Gerhard einen großen Teil der Grafschaft zu überlassen. Mit der Soester Fehde brachen die Kämpfe erneut aus: Die Stadt Soest hatte sich mit ihrem Herrscher Dietrich überworfen und Adolf als neuen Herrscher anerkannt. Zahlreiche Reichsstände und das Haus Burgund griffen in die Fehde ein, die sich so zu einem weit gespannten Konflikt ausweitete. Das Ende der Auseinandersetzungen und damit die klevesche Herrschaft über Soest und Xanten 1449 erlebte Adolf IV. nicht mehr.
Neben der Erhebung Kleves zum Herzogtum trieb Adolf den Landesausbau unter anderem durch Bewässerungssysteme sowie die Modernisierung der Verwaltung voran. Er reorganisierte die Kanzlei des Landes und berief einen ständigen Rat.

