Adolf II. (Schaumburg-Lippe)
Adolf II. Fürst zu Schaumburg-Lippe (23. Februar 1883 in Stadthagen; ? 26. März 1936 in Mexiko) war von 1911 bis 1918 letzter regierender Fürst zu Schaumburg-Lippe. In den wenigen Jahren seiner Regierung prägte er als Bauherr das Stadtbild von Bad Eilsen.
Seine Eltern waren Fürst Georg_zu_Schaumburg-Lippe (1846-1911) und Marie Anne von Sachsen-Altenburg (1864-1918), die Tochter von Moritz_von_Sachsen-Altenburg.
Die Errichtung des gewaltigen Mausoleums sollte der Beginn des Baues eines großen Museums- und Kunstareals in Bad Eilsen werden. Ausgeführt wurden die Fürstliche Kunsthandwerkerschule, aus der später die Fürst-Adolf-Werkstätte für Kunstkeramik hervorging und die Fürstliche Musikschule, die spätere Heeresmusikschule. Ihr bekanntester Schüler war James Last. Weitere Planungen verhinderte der Erste_Weltkrieg.
Der Kurort Bad Eilsen in der Nähe von Bückeburg profitiert bis heute von dem Bauprogramm, welches im Ersten Weltkrieg begann. Alle großen heute noch bestehenden und genutzten Gebäude waren bis Anfang der 20er Jahre fertig gestellt und begründeten den Ruf Bad Eilsens als Bad der Fürsten und Könige in den berühmten Goldenen_Zwanziger Jahren.
Adolf und seine Frau Ellen Bischoff-Korthaus (* 1894) kamen 1936 bei einem Flugzeugabsturz in Mexiko am Popocatépetl ums Leben.
Literatur
* Alexander vom Hofe: Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe und das parallele Unrechtssystem, VIERPRINZEN S.L., Madrid 2006, ISBN 84-609-8523-7

