Adolf Donders
Adolf Donders (15. März 1877 in Anholt, Kreis Borken; ? 9. August 1944 in Langenhorst, Kreis Steinfurt) war Professor für Homiletik an der Westfälischen_Wilhelms-Universität und von 1911 bis 1944 Domprediger im Dom_zu_Münster. Adolf Donders ist einer der Begründer der neueren Homiletik.Leben
Die Abiturprüfung legte Donders in Emmerich ab, danach studierte er in Münster katholische Theologie und wurde am 9. Juni 1900 in Münster zum Priester geweiht.
Anschließend wirkte er zwei Jahre lang als Kaplan in Duisburg, danach an St._Ägidii in Münster. Mit einer Dissertation über Gregor von Nazianz promovierte er 1909 zum Dr. theol..
Als Prediger erwarb er sich schnell einen Namen; auf dem Eucharistischen Kongress in Köln 1909 wurde er mit einer aufsehenerregenden Rede in der (kirchlichen) Öffentlichkeit bekannt.
Von 1906 bis 1921 war er Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholikentage.
Ab 1911 versah er seinen Dienst als Domprediger in Münster. Seine Predigten - schriftnah gehalten als vertrautes, homiletisches Gespräch - waren ein Begriff in Münster und dem weiteren Umland.
1931 wurde er zum Dompropst gewählt. Die Wahl zum Bischof_von_Münster lehnte er aus gesundheitlichen Gründen ab ? an seiner Stelle wurde dann Clemens August Graf von Galen, der spätere ?Löwe von Münster?, gewählt. Inzwischen wurden Quellen aufgefunden, die auf eine enge Zusammenarbeit zwischen von Galen und Donders bei der Abfassung wichtiger bischöflicher Predigten schließen lassenhierzu der Bericht auf den Internetseiten des Bistums Münster: http://www.bistummuenster.de/index.php?menuid=&myELEMENT=98502.
ZeitzeugenPortmann, Heinrich: Kardinal von Galen - Ein Gottesmann seiner Zeit, Münster 1948, S.225-231 berichten, dass Adolf Donders die Zerstörung des Domes und seiner Wohn- und Arbeitsstätte im Zweiten_Weltkrieg nicht verwinden konnte und er zusehends gesundheitlich verfiel. Am 14. Februar 1944 erlitt er in seinem Notquartier im münsterischen Priesterseminar einen Schlaganfall. Von besonderer Tragik war das deshalb, weil er, der begnadete Prediger und Redner, sich in der Folge dieses Schlaganfalls nur noch lallend verständigen konnte. Er wurde in Langenhorst von seinen Verwandten gepflegt.
Adolf Donders starb am 9. August 1944. Er wurde am 14. August 1944 auf dem Domherrnfriedhof in Münster von Bischof_Clemens_August_Graf_von_Galen bestattet.
Ehrungen
* Für einen Predigtzyklus erhielt er im Jahre 1900 den Fakultätspreis der Theologischen Fakultät Münster.
* Ein Teil des Innenstadtringes der Stadt Münster wurde ?Donders-Ring? genannt.
* In seinem Geburtsort Anholt gibt es die ?Adolf-Donders-Allee?.
* In Münster (Westfalen) ist das Haus der katholischen Studentenverbindung Unitas Winfridia nach Adolf Donders benannt "Dondersheim".
Literatur
* Römer-Krusemeyer, M.: Adolf Donders 1877-1944, Münster 1949
Weblinks
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