Adlergestell
Das Adlergestell im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick ist mit 11,9 km eine der längsten Straßen Berlins. Der Begriff steht synonym für eine der längsten Magistralen, die vom südöstlichen Stadtrand zur Innenstadt führt. Parallel zur Straßenmagistrale wurde die Görlitzer Bahn erbaut.
Namensgebung
Der Name ist alt überliefert. Bekannt ist, dass ?Gestell? auch für die Schneisenwege der Forstwirtschaft genutzt wurde, über die geschlagenes Holz abtransportiert wurde. Woher der Namenszusatz ?Adler? herrührt, liegt im Dunklen. Die Volksetymologie verweist auf Adler an Baumstämmen, die als Wegweiser für den König dienten, wenn er zum Schloss Wusterhausen ritt ? heute die Stadt Königs Wusterhausen. Es kann sich jedoch auch auf die gleiche Wurzel wie die Bezeichnung des Guts Adlershoff beziehen, dem Namensgeber der Ortschaft Adlershof, die heute ein Berliner Ortsteil am Adlergestell ist.
Wegeverbindung
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Das heutige Adlergestell beginnt in Schmöckwitz, dem südlichsten Ortsteil Berlins, als Verlängerung der Straßen vom Stadtrand aus Werder und Eichwalde. Von dort verläuft es fast zehn Kilometer durch den Berliner Forst nach Grünau. Dieses Straßenstück auf der Ostseite des Zeuthener Sees wurde jedoch erst im 20. Jahrhundert dem Adlergestell zugeschlagen, ursprünglich ritt der König auf der Westseite des Zeuthener Sees.
Schon das Stück nach Schmöckwitz verläuft schnurgerade auf den S-Bahnhof Grünau an der Görlitzer Bahn zu. Dort knickt die Straße wenige Grad ab, und verläuft nun schnurgerade parallel zur Görlitzer Bahn, die sich in ihrer Anlage an dem älteren Adlergestell orientiert.
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Die Straße gehört ab Grünau zur Bundesstraße 96a und ist daher sechsspurig mit breiten Randstreifen ausgebaut. Sie führt geradlinig etwa zehn Kilometer über Adlershof nach Schöneweide. Dort endet der Name Adlergestell, jedoch führt die Straße gleichförmig geradeaus weiter, so dass im Sprachgebrauch die nachfolgenden Straßenabschnitte zur Magistrale Adlergestell zugeschlagen werden.
Die Verlängerung des Adlergestells heißt in Schöneweide Michael-Brückner-Straße (früher Grünauer Straße), dann Schnellerstraße und danach Köpenicker Landstraße. Die Köpenicker Landstraße führt schnurgerade über die Ortsteile Baumschulenweg und Plänterwald zum Treptower Park.
(Köpenicker Landstraße)]]
Am Treptower Park teilt sich heute der Straßenzug in zwei richtungsgebundene Teile, je dreispurig zu beiden Seiten des Parks, und münden dann in Alt-Treptow in die Bebauung der Innenstadt Berlins. Die Fernstraße überquert die Spree im Zuge der Elsenbrücke, und auf dem anderen Ufer der Spree führt dann ein sechsspuriger ausgebauter Straßenzug zwischen Berliner Stadtbahn und Spree direkt zum Roten_Rathaus Berlins.
Die Verlängerung des Adlergestells als Stadtstraße führt noch gerade weiter durch Kreuzberg und erreicht etwa an der Heinrich-Heine-Straße in Mitte den historischen Stadtkern.
Bei der Fahrt über das Adlergestell und dessen Verlängerungen fährt man auf den weithin sichtbaren Berliner Fernsehturm zu.
Das Adlergestell ist eine der wichtigsten Zufahrten nach Berlin. Die A113 aus Dresden endet heute am Dreieck Treptow, und führt über ein kurze querlaufende Schnellstraße_der_B 96a auf das Adlergestell. Seit September 2005 besteht die Möglichkeit, in Adlershof zur teilweise fertiggestellten A113n abzubiegen, die zum Berliner Stadtring A100 führt. Bei der Weiterfahrt in Richtung Stadtmitte macht die besondere Länge der Magistrale des Adlergestells dem autofahrenden Touristen schnell die Dimensionen der Stadt begreifbar.

