Leonard Adleman
Leonard Adleman (31. Dezember 1945 in San Francisco) ist Professor für Computerwissenschaften und Molekularbiologie an der Universität von Südkalifornien in Los Angeles. Für die Entwicklung des RSA-Algorithmus erhielt er im Jahr 2002 den Turing-Preis, eine der höchsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Informatik.Biografie
Adleman studierte an der Universität_von_Kalifornien in Berkeley, wo er 1968 seinen Bachelor und 1976 den Doktortitel für Elektrotechnik und Informatik (EECS = ?Electrical Engeneering and Computer Sciences?) erhielt.
1994 stellte er in seiner Veröffentlichung Molecular Computation of Solutions To Combinatorial Problems die experimentelle Nutzung der Desoxyribonukleinsäure (DNA) als Rechnersystem dar. In dem Beitrag löste er mit Hilfe der DNA ein Hamiltonkreisproblem mit sieben Knotenpunkten und schilderte damit den ersten erfolgreichen Versuch zum Einsatz eines Biocomputers. 2002 gelang Adleman die Lösung eines deutlich komplexeren Problems mit dem DNA-Computer. Es handelte sich dabei um ein 3-SAT-Problem, einem speziellen Erfüllbarkeitsproblem der Aussagenlogik, mit 20 Variablen und mehr als einer Million potentieller Ergebnisse.
Ebenfalls 2002 erhielt Adleman zusammen mit Ron_Rivest und Adi Shamir als einer der Entwickler des RSA-Algorithmus den Turing-Preis für das Jahr 2002. Zusammen mit Carl Pomerance und Robert Rumely entwickelte er zudem den Adleman-Pomerance-Rumely Primality Test (APR). 1992 war Adleman zudem mathematischer Berater für den Film "Sneakers ? Die Lautlosen" mit Robert Redford unter der Regie von Larry Lasker.[http://www.usc.edu/dept/molecular-science/fm-sneakers.htm Adleman als mathematischer Berater im Film Sneakers ? Die Lautlosen
Weblinks
• Homepage von Prof. Adleman an der University of Southern California
• Turing-Award-Gewinner 2002

