Adelhard Roidinger
Adelhard Roidinger (28. November 1941 in Windischgarsten/OÖ) ist ein österreichischer Jazzbassist, Komponist, Computer-Grafiker und Hochschuldozent.Von 1960 bis 1967 studierte er Architektur an der Technischen_Universität_Graz sowie Kontrabass und Jazzkomposition an der dortigen Universität_für_Musik.
Seit 1969 spielte Roidinger auf dem Kontrabass und dem E-Bass mit Joachim Kühn, anschließend mit Karl Berger und dann in Hans Kollers Free Sound. Später arbeitete er u.a. mit Herbert Joos, Harry Pepl, Werner Pirchner, Urs Leimgruber, Maria Joao, Anthony Braxton, Tony Oxley und Melanie Bong. Sein musikalisches Betätigungsfeld reicht nach einer Zusatzausbildung am IRCAM Paris vom freien Jazz über Auftritte mit Sinfonieorchester und Solokonzerten mit Computer und visuellen Komponenten.
Nach einer Tätigkeit als Dozent für Kybernetische Gestaltung (TU Graz seit 1976) gründete er 1987 die Abteilung für Jazz und 1994 eine Abteilung für Musik und Medientechnologie am Linzer Konservatorium. Er leitet derzeit das Studio for Advanced Music and Media Technology SAMT an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Roidinger verfaßte Unterrichtswerke für Kontrabass und E-Bass und eine umfassende Publikation über Jazzimprovisation und Pentatonik.
1988 wurde er für seine Computerkomposition Siamesic Sinfonia mit dem Dr. Ernst Koref-Kompositionspreis gewürdigt. 1997 erhielt er den Landeskulturpreis_für_Musik des Landes Oberösterreich.
Auswahldiskografie
* Hans Koller: Kunstkopfindianer (mit Wolfgang Dauner, Zbigniew Seifert und Janusz Stefanski, 1974)
* Schattseite 1982 (mit Aina Kemanis, Heinz Sauer, W. Pirchner, H. Pepl und Michael Di Pasqua, 1982)
* Computer Jazz Project I (mit Peter Gröning und Gerhard Laber, 1984)
* A. Braxton: 6 Compositions (1989)
* Lines (mit Urs Leimgruber und Fritz Hauser, 1990-94)
* electronic access Komposition / Improvisation / Interaction (1995 / 1996)
* European Jazz Ensemble: 25th Anniversary (mit Charlie Mariano, Conny Bauer, Ali Haurand, Daniel Humair u.a., 2002)

