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Prinzip von Inklusion und Exklusion
Das
Prinzip von Inklusion und Exklusion (auch Prinzip der Einschließung und Ausschließung oder Einschluss/Ausschluss-Verfahren) ist eine hilfreiche Technik zur Bestimmung der
Kardinalität einer
Menge. Sie findet vor allem in der
Kombinatorik und in der
Zahlentheorie Anwendung.
Das Prinzip drückt dazu die Kardinalität einer Ursprungsmenge
durch die Kardinalitäten ihrer
Teilmengen aus. Diese sind in aller Regel einfacher zu bestimmen. Namensgebend ist dabei das Vorgehen, bei welchem zunächst durch die
Summe der Größe nicht notwendigerweise
disjunkter Teilmengen die Größe von
überschätzt wird (
Inklusion), anschließend jedoch durch die
Subtraktion der Größe des gemeinsamen
Schnittes der Teilmengen dies wieder zu korrigieren versucht wird (
Exklusion).
Das Prinzip
Es ist ein bekanntes Ergebnis, dass für je zwei Mengen
und
:
gilt. Hierbei kann man bereits das Prinzip von Inklusion und Exklusion erkennen. Durch
wird zunächst die Kardinalität von
überschätzt. Dieser Fehlbetrag wird anschließend durch
korrigiert.
Im Allgemeinen wollen wir die Kardinalität der Vereinigung von
Mengen
:
bestimmen. Als erste Näherung erhalten wir durch Inklusion die Summe der Kardinalitäten der
. Diese Summe ist in aller Regel jedoch zu groß, da wir
Elemente aus dem Schnitt zweier Mengen
mehrfach zählen würden, also
:
Um dies zu korrigieren können wir nun durch Exklusion die Summe über die Kardinalität aller paarweisen Schnittmengen wieder abziehen. Dann gilt jedoch
: