Adam Brandner
Adam Brandner Edler von Wolfszahn (3. April 1857 in Franzfeld/Banat; ? 8. August 1940 in Wien) war im Ersten Weltkrieg Feldmarschallleutnant, Divisionskommandeur der 46. Landwehr Infanterie Division und Militärkommandant von Krakau der k. u. k. Armee.
Leben
Adam Brandner wurde 1857 in Franzfeld/Banat im ungarischen Teil der Österreich-Ungarischen Monarchie als Sohn eines einfachen Bauerns geboren. Sein Urgroßvater war 1792 aus Langensteinbach bei Pforzheim, in der Markgrafschaft Baden, ausgewandert.
Von 1871 bis 1874 besuchte er die Militärschule in Pantschowa (serbisch: Pan?evo), von 1874 bis 1878 absolvierte er die militärische Kadettenschule in Wien, die er 1878 als Leutnant abschloss.
In seiner militärischen Dienstzeit war er an folgenden Standorten stationiert:
Debreczin 1883 - 1885
Bruck an der Leitha 1886
Kronstadt 1887 - 1894
Triest/Pola 1894 - 1898
Pisek 1898 - 1902
Leoben 1902 - 1906
Klagenfurt 1906 - 1912
1878 machte er als Leutnant die Okkupationsefechte in Bosnien mit und erntete die allerhöchste belobende Anerkennung. 1882/83 machte er die Insurrektionskämpfe im südlichen Okkupationsgebiet von Bosnien mit. Unter anderem die Gefechte am Vu?ji zub (zu deutsch "Wolfszahn"). In Anlehnung daran der Name seines Adelstitels "Edler von Wolfszahn". Dabei erhielt er für besondere Tapferkeit vor dem Feinde das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Kriegsdekoration, sowie die Beförderung zum Oberleutnant.
1889 wurde er Hauptmann 2. Klasse, 1892 Hauptmann 1. Klasse.
1898 Major, 1904 Oberstleutnant. 1906 erhielt er das Ritterkreuz des Franz-Josef-Ordens und wurde mit dem Adelsprädikat "Edler von Wolfszahn" belohnt.
1907 zum Oberst befördert, wurde er Regimentskommandant des Landwehr-Infanterie-Regiments Nr. 4 in Klagenfurt.
1911 erhielt er den Orden der Eisernen Krone 3. Klasse für Offiziere und wurde zum Kommandanten der 92. Landwehr-Infanterie-Brigade ernannt.
1912 wurde er zum Generalmajor befördert.
Anfang August 1914 wurde seine Brigade als Teil der 46. Landwehr Infanterie Schützendivision mit der 1. Armee an die Gallizische Front bei Krakau verlegt.
Bei den Abwehrkämpfen mit Gegenangriffen und Geländegewinnen zeichnete er sich durch tapferes und strategisches Geschick aus. Er erhielt im Herbst 1914 das Ritterkreuz des Leopold Ordens mit Kriegsdekoration, das Militärverdienstkreuz 2. Klasse mit Kriegsdekoration, sowie das deutsche Eiserne Kreuz 2. Klasse und wurde zum Divisionskommandeur der 46. Landwehr-Infanterie-Division ernannt.
Im Februar 1915 musste er wegen einer Verwundung die Front verlassen und wurde nach Genesung Inspizierender General der Ersatzkörper.
Am 21. Mai 1915 wurde er zum Feldmarschallleutnant befördert und als Divisionskommandeur an die Süd-West-Front verlegt. Im Herbst wurde er zum Militärkommandanten von Krakau ernannt. Dies blieb er bis zum Kriegsende.
1918 erhielt er das Komturkreuz des Franz-Josef-Ordens mit Stern und Kriegsdekoration, sowie das Großkreuz des sächsischen Albrecht Ordens mit Schwertern.
Nach dem Zusammenbruch der k. u. k. Monarchie lebte er als angesehener, hochdekorierter Kriegsveteran und Feldmarschallleutnant in Ruhestand in Weidling bei Klosterneuburg. Als er am 8. August 1940 starb, erhielt er vom Deutschen Reich kein Staatsbegräbnis, welches ihm vom militärischen Rang zugestanden hätte, da er gegen den Anschluss Österreichs ans Deutsche_Reich war.
Sein Grab befindet sich auf dem Wiener Zentralfriedhof.

