Ad fontes (Lernprogramm)
Ad fontes ist eine webbasierte Lernumgebung, die in die selbstständige Nutzung von Archivmaterial einführt. Dabei wird der Schwerpunkt auf handschriftliche Quellen deutscher Sprache von 1300 bis 1800 gelegt. Insbesondere sollen Lesen, Einordnen und Datieren von Handschriften sowie Grundlagen der Quellenauswertung vermittelt werden. Dies geschieht anhand konkreter Beispiele aus dem Stiftsarchiv des Klosters_Einsiedeln, eines der bedeutendsten Privatarchive der Schweiz mit einer großen Sammlung von Quellenmaterialen aus dem 10. bis 21. Jahrhundert.Ad fontes entstand im Rahmen eines von der Universität Zürich geförderten ICT-Projekts. Der Zugang zu dem Lernangebot ist gratis. Ad fontes wurde 2002 mit dem höchstdotierten deutschen Medienpreis, dem MEDIDA-PRIX, sowie anderen Preisen ausgezeichnet. Die Jury versprach sich davon eine "Signalwirkungen auf die Geisteswissenschaften". In der Begründung [http://www.medidaprix.org/mdd_2002/grund.pl?nr=119 Kurzbegründung der Jury des MEDIDA-PRIX] wurde u.a. der freie Zugang, der klar strukturierte Aufbau, die sorgfältig gemachte, kontextsensitive Hilfe, die wortweise mögliche Transkription und Korrektur sowie die Schonung der echten Quellen genannt. Damit sei die Benutzung von Ad fontes "eine eindeutige und große Verbesserung gegenüber der gängigen Unterrichtspraxis".
Zu den Erfahrungen mit dem an der Universität Zürich entwickelten Lernprogramm hat der Historiker Stefan Kwasnitza 2003 im Tagungsband "hist 2003: Geschichte und neue Medien" einen Aufsatz publiziert.
Weblinks
• Internetauftritt von Ad fontes
• Pressestimmen zu Ad fontes

