Adäquat
adäquat (lat. adaequare, gleichmachen) bedeutet im allgemeinen Sinne: sich deckend, passend, übereinstimmend. Das Gegenteil davon ist "inadäquat".
Insbesondere in der Wahrheitstheorie bedeutsamer Begriff. So übernahm Thomas von Aquin den Begriff von dem jüdischen Neuplatoniker Isaak Ben Salomon Israeli, auch Israeli der Ältere genannt, dessen Definition der Wahrheit als adaequatio intellectus et rei (Übereinstimmung zwischen Intellekt und Sache).
In der spinozistischen_Philosophie heißt "adäquat" als alleinige Erklärung ausreichend, monokausal.
:"Unter adäquater Ursache verstehe ich eine Ursache, deren Wirkung allein aus dieser (einen) Ursache erklärt werden kann. Inadäquate Ursache bzw. partiale Ursache hingegen nenne ich eine Ursache, deren Wirkung nicht allein aus dieser Ursache erklärt werden kann." (Spinoza Ethica, 3.Teil, Definitionen)
Als adäquate Idee bezeichnet Spinoza eine Idee, die ohne eine Beziehung zu einem Objekt gedacht werden kann.
Bei Edmund Husserl findet sich der Begriff adäquat in der Unterscheidung von adäquater und apodiktischer Evidenz wieder. Innerhalb der modernen Logik wird ein formales System adäquat genannt, wenn es vollständig als auch korrekt ist.
Gegenteil: inadäquat (nicht deckend, unpassend)
Siehe auch
Korrespondenztheorie
Phänomenologie

