Pflügen
Pflügen ist das Lockern und Wenden der Ackerkrume mit Hilfe eines Pflugs. Durch Pflügen wird die Bodenstruktur aufgelockert. Somit ergibt sich eine größere, rauhe Oberfläche. Durch erhöhte Sauerstoffzufuhr, Witterungseinwirkungen sowie Zersetzung der organischen Stoffe wird eine lockere, wasserspeichernde Struktur erreicht. Beim Pflügen werden zudem Wurzeln der vorhergehender Feldfrüchte durchtrennt und auf dem Boden liegende Pflanzenreste, beispielsweise Stroh oder Gründüngung, eingearbeitet. Auch das Einpflügen von speziell aufgebrachtem Dünger, wie Mist, ist bis in eine gewisse Tiefe vorteilhaft.
thumb|left|Ein_Bauer_arbeitet_mit_dem_Einscharpflug
Im Regelfall wird viereckig gepflügt, mit dem Wendepflug oder bei einem genügend breiten Rain (Feldrand) auch streifenförmig, was dann als Konturpflügen (amerik. contour ploughing) bezeichnet wird. Die Anordnung der Ackerfurchen parallel zum Hang, dient dazu, die Erosion (Hangabspülung) besonders in den Great Plains zu vermindern; oft in Verbindung mit dem Streifenanbau.
Der Erfolg des Pflügens ist vom richtigen Zeitpunkt, von der dem Boden angepassten Arbeitstiefe und von der Witterung abhängig. Wird dies nicht beachtet, kann der Pflug der Bodenstruktur erheblichen Schaden zufügen. Normalerweise wird im Herbst gepflügt. Große Erdschollen können danach über den Winter durch Frostsprengung zerfallen. Wegen der Bodenorganismen und der Humusschicht soll nicht zu tief gepflügt werden. Teilweise werden Felder auch mit der Egge geglättet (?geeggt?).
Es gibt Weltmeisterschaften im Pflügen. Bei denen werden vor allem die Schnelligkeit, Genauigkeit und konstante Tiefe beurteilt. Viele der Weltmeister kommen aus dem Marchfeld in Niederösterreich, wo ihnen sogar ein eigenes Denkmal gewidmet wurde.
Siehe auch: Monatsbilder
Weblinks
• Deutscher Pflügerratqu:Yapuy

