Acheron
Acheron (; Fluss des Leidens) ist ein 58 Kilometer langer Fluss in Epiros. Er mündet ins Ionische_Meer. Seine antike Mündung ist inzwischen verlandet und bei Ammoudia hat sich das Wasser einen neuen Weg zum Meer gebahnt. Eine Besonderheit des Acheron sind seine so genannten "Quellen", die anders als ihr Name es vermuten lässt, nicht am Ursprung des Flusses, sondern recht nahe seiner Mündung liegen. Es handelt sich hierbei um eiskalte Frischwasserquellen im und entlang des Flussbettes, die für die antiken Griechen direkt der Unterwelt zu entstammen schienen. Heute sind die Quellen des Acheron und die dahinter liegende Schlucht ein beliebtes Ausflugsziel für griechische und ausländische Touristen.
In antiker Zeit bildete der Acheron in Höhe der heutigen Ortschaft Mesopotamos einen See, der allerdings inzwischen verlandet ist. An seinem Ufer lag das Totenorakel von Ephyra, in dem die Griechen jener Zeit die Toten aus dem Hades um Rat fragten.
Acheron als Fluss in der griechischen Mythologie
In der griechischen_Mythologie ist er einer der fünf Flüsse der Unterwelt, in den die anderen, Styx, Kokytos, Phlegethon und Lethe einmünden. Er gilt - neben dem Styx - als Totenfluss, über den Charon mit seiner Fähre die toten Seelen in den Hades gebracht hat. In Platons "Phaidon" begeben sich die Toten, die einen "mittelmäßigen Wandel geführt haben" über den Acheron zu einem See, in dem sie sich reinigen und ihre Verfehlungen abbüßen, bevor sie wiedergeboren werden. Gelegentlich wird Acheron auch als Synonym für den Hades selbst benutzt.
Acheron ist in der Mythologie ein Okeanide, einer der dreitausend Söhne und Töchter des Okeanos und der Tethys. Zusammen mit der Nymphe Orphne (bzw. Gorgyra) zeugte er Askalaphos.
Siehe auch: Portal:Mythologie
Weblinks
• Landkarte• Acheron

