Maorischlüpfer
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! Grenadier (Acanthisitta chloris)
Felsschlüpfer (Xenicus gilviventris)
* ?Stephenschlüpfer (Xenicus lyalli)
* ?Waldschlüpfer (Xenicus longipes)
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Die Maorischlüpfer oder Neuseelandschlüpfer (Acanthisittidae) sind eine auf Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes). Heute leben nur mehr zwei Arten, zwei weitere sind ausgestorben.
Beschreibung
Maorischlüpfer ähneln in ihrem Körperbau den Zaunkönigen, mit denen sie aber nicht näher verwandt sind. Es sind sehr kleine Vögel, die nur 8 bis 10 Zentimeter Länge erreichen. Ihr Körperbau ist gedrungen, der Schwanz und der Hals sind sehr kurz. Ihre Flügel sind kurz und abgerundet, ihr Flugvermögen ist schlecht entwickelt. Die Beine sind kräftig, die Zehen sind lang und dünn. Der Schnabel ist lang und zugespitzt, manchmal ist er leicht nach oben gebogen. Die Färbung des Federkleids variiert von gelblich-braun bis grünlich, die Unterseite ist heller, oft weiß oder grau. Der Geschlechtsdimorphismus ist nicht sehr ausgeprägt, Weibchen sind allerdings meistens matter gefärbt.
Lebensweise
Diese Vögel halten sich vorwiegend in Wäldern und felsigem Gelände auf. Sie streifen meist am Boden herum oder klettern auf Baumstämme, wo sie nach Insekten, ihrer Hauptnahrung, suchen. Ihr Verhalten wird manchmal mit dem von Nagetieren oder Insektenfressern verglichen; da diese Tiere ursprünglich auf Neuseeland nicht vorkamen, haben sie möglicherweise deren ökologische Nische besetzt. Diese Vögel leben monogam und sind vorwiegend Bodenbrüter, lediglich der Grenadier kann sein Nest auch auf Bäumen errichten. Die Jungtiere werden von beiden Geschlechtern gefüttert.
Bedrohung
Als Bodenbrüter mit kaum natürlichen Feinden waren die Maorischlüpfer besonders anfällig für Störungen durch die Einschleppung von Neozoen. Schon vor Ankunft der Europäer wurde die Pazifische Ratte eingeführt und hat dazu geführt, dass mehrere Arten ausgerottet oder auf kleine Inseln zurückgedrängt wurden. Mit den Europäern kamen dann weitere Ratten, Mungos, Katzen und andere Räuber, für die die Tiere eine leichte Beute waren. Der Stephenschlüpfer wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der Katze des Leuchtturmwärters auf Stephens Island ausgerottet, der Waldschlüpfer verschwand in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Heute leben noch zwei Arten, der bedrohte Felsschlüpfer und der noch relativ häufige Grenadier.
Systematik
Die Maorischlüpfer werden zu den Sperlingsvögeln gerechnet, ihre näheren Verwandtschaftsbeziehungen sind jedoch umstritten. Traditionell wurden sie den Schreivögeln zugeordnet, DNA-Vergleiche deuten jedoch an, dass sie weder zu den Schrei- noch zu den Singvögeln gehören, sondern möglicherweise das Schwestertaxon aller übrigen Sperlingsvögel darstellen.
(Xenicus longipes)]]
Die Arten
* Gattung Acanthisitta
*Grenadier oder Grünschlüpfer (Acanthisitta chloris)
* Gattung Xenicus
*Felsschlüpfer (X. gilviventris)
** ?Stephenschlüpfer (X. lyalli)
** ?Waldschlüpfer (X. longipes)
Außerdem sind mehrere prähistorische Arten bekannt, die vor Ankunft der Europäer ausstarben:
* ?Dendroscansor decurvirostris
* ?Pachyplichas jagmi
* ?Pachyplichas yaldwyni

