Abul Abbas
Abul Abbas (? 810) war ein Elefant, der dem fränkischen Kaiser Karl_dem_Großen von Kalif Harun ar-Raschid geschenkt wurde; er war der erste namentlich und urkundlich belegte Elefant nördlich der Alpen.Herkunft
Abul Abbas stammte aus Indien; benannt war er, vermutlich vom Kalifen selbst, nach dem Begründer der Abbasiden-Dynastie, Abu l-Abbas as-Saffah (? 754, ). Wie alt er war, als er nach Kunst-_und_Raritätenkabinett.J. H. Nunningius/J. H. Cohnhausen: De osse fermoris Elephantini. In: Commercii literarii dissertationes epistolicae, Frankfurt am Main, 1746; Epistel 4, S. 44ff. Nach: Oettermann (1982) S. 98, Anm. 117
In der berühmten Jobsiade von 1784 wird der Tod des Tieres beklagt: ?Selbst Bucephalus und Rosinanten / Abulabaz den Elephanten Ross Bayard und Bileams Eselin / Nahm Freund Hein zum Morgenbrod hin.?
Der erste auf fränkischem Boden zur Kenntnis genommene Elefant sei, wie einige meinen, in der Historie der deutschen Sprache zum Popanz geworden, und zwar durch die Herleitung dieses Wortes aus dem Namen des kaiserlichen Elefanten über Bubaz, Pubatsch und Pupanz; diese Herkunft der Schreckgestalt ist allerdings in den gängigen etymologischen Wörterbüchern nicht belegt. Abul Abbas' Aufenthalt nördlich der Alpen war, wie es scheint, zu kurz, um ein bleibendes Abbild von ihm zu liefern.Vgl. Oettermann (1982) S. 98f.
Einzelnachweise
Weblinks
• Aachener Ausstellung 2003 Ex Oriente - Isaak und der weiße Elefant

