Abu Bakar Bashir
Abu Bakar Bashir (1938 in Ostjava) gründete gemeinsam mit Abdullah Sungkar 1973 die Vereinigung Pondok Ngruki. 1978 wurden beide als Mitglieder des Kommando Dschihad verhaftet. Nach ihrer Freilassung flohen sie nach Johor, Malaysia.1993 gründeten Abu Bakar Bashir und Abdullah Sungkar die Jemaah Islamiyah. Nach Sungkars Tod 1999 übernahm Bashir die spirituelle Führung der Gruppe, musste seine Macht aber früh an jüngere Mitglieder abgeben.
Er begründete auch die Rabitatul Mujahidin (1999) und die Majelis Muhahidin Indonesia (2000).
Bashir wurde verdächtigt, an der Planung sowohl der Anschläge_auf_Bali im Jahr 2002 als auch des Anschlags_auf_das_Marriott-Hotel_in_Jakarta 2003 beteiligt gewesen zu sein. Das Gericht befand am 3. März 2005, dass er an der Verschwörung zur Planung der Bali-Anschläge beteiligt war, nicht jedoch bei dem Marriott-Anschlag, und verurteilte ihn zu lediglich 30 Monaten Haft. Wegen guter Führung wurde er im Juni 2006 entlassen.
Abu Bakar Bashir leugnet weiterhin jede Unterstützung von Terroraktionen, gilt Kritikern aber dennoch als Ideologe religiöser Gewalt. Abu Bakar Bashir vertitt das islamische Harbi-Konzept, das die Tötung von Nicht-Muslimen für Erlaubt ansieht, solange sie nicht vom Islam unterworfen sind. In Bezug auf den australischen Premierminister Howard äußerte er, dieser werde in die Hölle kommen, wenn er nicht zum Islam konvertiere, außerdem bekräftigte er seine Sympathie für Osama bin Laden.

