Abteilung (Organisation)
Eine Abteilung ist eine unbefristete Unterstellung von einer oder mehrerer Ausführungsstellen unter einer gemeinsamen Leitungsstelle.Aufgrund der Abteilungsbildung stehen die einzelnen Stellen nicht nebeneinander, sondern werden anhand bestimmter Kriterien geordnet und zusammengefasst. Die Abteilung stellt eine zusätzliche Hierarchieebene in einer _Organisation dar und steht zwischen der Stelle und der Hauptabteilung, beziehungsweise der Unternehmensleitung (je nach Anzahl der vorhandenen Hierarchieebenen). Die Instanzen (Leitungsstellen) dieser eingezogenen Hierarchieebene bezeichnet man als Abteilungsleiter. Dieser bildet mit den ihm zugeordneten Stellen eine Abteilung.
Abteilungsformen
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen aufgabenorientierten, personenorientierten und sachmittelorientierten Abteilungen (divisionale und funktionale Differenzierung).
Vor- und Nachteile
*Auf Grund der Abteilungsbildung verbessert sich die Koordination zwischen den einzelnen Stellen.
*Durch die Bildung von Abteilungen entsteht eine Hierarchie, was zur Entlastung der Instanzen (Leitungsstellen) führt, da die Leitungsspanne verkleinert wird.
* Für Abteilungsmitglieder wird die Komplexität der internen Organisationsumwelt reduziert und eine Identifikation mit einer überschaubaren Aufgabe zu ermöglichen, was zu einer Erhöhung der Motivation beitragen kann.
* Die Abteilungsbildung zieht jedoch auch gewisse Dysfunktionen nach sich, denn die Identifikation mit Abteilungsaufgaben und -zielen kann zu Abteilungsegoismen und zu Konflikten zwischen Abteilungen führen, was wiederum den Koordinationsaufwand der Organisation erhöht.
* In Kombination mit betrieblichen Hierarchieebenen (horizontale Aufteilung) kommt es zu Inselbildung (Personell, Informativ etc.)
Siehe auch
Einliniensystem, Mehrliniensystem, Stelle (Organisation)
Literatur
* Erich Frese (Hrsg.): Handwörterbuch der Organisation. 3. Auflage. Verlag Poeschel, Stuttgart 1992, ISBN 379108027X
* Manfred Schulte-Zurhausen: Organisation. 3. Auflage. Verlag Vahlen, München 2002, ISBN 3800628252

