Abtei Grüssau
Die Abtei Grüssau in der Stiftskirche_St._Peter in Bad Wimpfen am Neckar ist dem Papier nach noch Benediktinerkloster und gehört der Beuroner Kongregation an.Nachdem die deutschen Mönche der Abtei Emaus in Prag nach dem Ersten_Weltkrieg Prag verlassen mussten, besiedelten sie 1919 das ehemalige Zisterzienserkloster Grüssau in Schlesien. Das Kloster wurde während des 2._Weltkriegs aufgehoben und dem Konvent nach Kriegsende zunächst zurückgegeben, die Mönche wurden aber wenig später aus Schlesien vertrieben. Unter Führung ihres Abtes Albert Schmitt besiedelte die Gemeinschaft 1947 das ehemaligen Ritterstift in Wimpfen im Tal. Der letzte Abt Laurentius Hoheisel resignierte 1997. Da wegen zu geringer Mitgliederzahl eine Selbständigkeit rechtlich nicht mehr möglich war, wurde der Konvent seit 2001 vom Abt der Abtei Neuburg bei Heidelberg geleitet. Im Januar 2004 erfolgte eine Angliederung, die zunächst auf 5 Jahre begrenzt wurde. Gegenwärtig (Stand: Oktober 2006) besteht die Gemeinschaft nur noch aus vier Mönchen (Altabt Laurentius Hoheisel befindet sich in einem Alterspflegeheim, Pater Odo ist als Spiritual bei den Benediktinerinnen in Kellenried tätig, Pater Paulus ist derzeit nicht mehr vor Ort). Br. Michael siedelte in die Abtei Neuburg um. Somit ist kein Benediktinermönch mehr vor Ort. Die Abtei Grüssau hat ihren Sitz jetzt in Heidelberg, da Abt Franziskus Heereman gleichzeitig Abt der Abtei Neuburg ist.
Die verbleibende Gemeinschaft aus einem weltlichen Kleriker und Laien leitet in den Räumen des Ritterstiftes ein Bildungs- und Begegnungshaus und unterstützt jedes Jahr die Vereinigung katholischer Edelleute Schlesiens bei der Ausrichtung ihrer religiösen Tagungen. Die gesamte Einrichtung nennt sich jetzt Kloster Bad Wimpfen.
Vom Bahnhof Bad Wimpfen ist das Kloster zu Fuß in knapp zehn Minuten zu erreichen.
Weblinks
• Freunde der Abtei Grüssau

