Condorcet-Paradoxon
Das Condorcet-Paradoxon ist ein nach Marie-Jean-Antoine-Nicolas Caritat, Marquis de Condorcet benanntes Paradoxon bei Wahlverfahren, das sich vor allem bei der Condorcet-Methode auswirkt. Es lautet wie folgt:Es ist möglich, dass eine Mehrheit die Option A gegenüber einer Option B bevorzugt, zugleich eine Mehrheit die Option B gebenüber einer Option C bevorzugt und dennoch eine Mehrheit die Option C gegenüber der Option A bevorzugt.
Das Paradoxon ist auch bekannt als "Ching-Chang-Chong-Prinzip"
Erläuterung
Wir nehmen an, es gebe drei Personen x, y und z.
x hat dabei am liebsten Option A, am zweitliebsten Option B und am wenigsten gern Option C. y hat am liebsten Option B, dann Option C und zuletzt A. Person z schließlich hat die Wunschliste C, A, B.
In Tabellenform:
Zwei von drei (x und z) bevorzugen die Option A vor der Option B. Zwei von drei (x und y) bevorzugen auch die Option B vor der Option C. Aber es gibt ebenfalls zwei (y und z), die die Option C der Option A vorziehen. Um eine gemeinsame Rangliste gemäß der Condorcet dieses Paradox in seinem Essai sur l'application de l'analyse à la probabilité des décisions rendues à la pluralité des voix (Paris 1785). Es geriet praktisch in Vergessenheit, bis Kenneth Arrow es bei seinen Untersuchungen unabhängig davon wiederentdeckte und erst einige Zeit später Condorcets ?Urheberschaft? bekannt wurde.
Weblinks
* http://www.wahlrecht.de/lexikon/arrow.html

