Abouriou
Die rote Rebsorte Abouriou wird vor allem in Südwest-Frankreich angebaut. Die Sorte ist wahrscheinlich eine autochthone Sorte der Départements Lot-et-Garonne und entstand als Sämling alter französischer Rebsorten unbekannter Herkunft. Numa Naugé, wohnhaft in Casseneuil, präsentierte sie 1882 der Öffentlichkeit und berichtete, dass der Sämling bereits 40 Jahre zuvor entdeckt worden sei. Abouriou ist der lokale Dialektname für den Ausdruck der frühen Reife.Die Trauben sind mittelgroß, sehr kompakt, und die Farbe der Beeren ist schwarz. Sie sind rund und sehr saftig. Die frühreifende Sorte ist ertragsreich und pilzresistent. Der Wein ist tiefdunkel und verfügt über fruchtige Noten von Erdbeere, Himbeere und Johannisbeere; ihm fehlt jedoch die Säure. Der Bestand von Abouriou schwindet daher. Im Jahr 2000 waren in Frankreich noch 490 Hektar Rebfläche bekannt.
Sie ist in Rotweinen der AC Côtes du Marmandais und Vins d'Estaing sowie in mehreren Vin de Pays der Regionen Sud-Ouest und Loire zugelassen. In Australien und Kalifornien wird die Sorte ebenfalls angebaut. Hier führten die Synonyme Beaujolais bzw. Gamay Beaujolais zu einiger Verwirrung, da es leicht zu Verwechslungen mit der echten Gamay Rebe kam.
In Frankreich sind die Klone 603, 604 und 878 zugelassen.
Siehe auch den Artikel Weinbau in Frankreich oder die Liste der Rebsorten.
Synonyme: Beaujolais, Early Burgunder oder Early Burgundy, Gamay Beaujolais, Gamay du Rhône, Loubéjac, Malbec argenté, Négret de la Canourgue, Noir hâtif, Pinotou, Plant Abouriou, Précoce Naugé, Précoce Noir, Pressac de Bourgogne
Literatur
*Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages Hachette Livre, 1. Auflage 2000 ISBN 2-0123633-18

