Ablativer Hitzeschild
aushalten musste.]]mit ablativem Hitzeschutz und Zusatztanks]]
Ein ablativer Hitzeschild (von lat. ablatus = weggenommen) ist ein einmal verwendbarer Hitzeschild, der die Landekapsel eines Raumschiffs, oder Lander einer Raumsonde beim Wiedereintritt in die Atmosphäre eines Planeten oder Mondes vor Beschädigungen schützen soll. Sie wurden kurz vor Beginn des Raumfahrtzeitalters für die Wiedereintrittsköpfe von Interkontinentalraketen entwickelt.
In der Sowjetunion wurde ein ablativer Hitzeschild unter dem Namen entwickelt, was soviel wie Opfer bedeutet. Es handelt sich um eine einmal verwendbare Außenverkleidung, die während des Wiedereintritts verbrennt und dabei die Hitze von der darunterliegenden Metallhülle abschirmt.
Da in der Raumfahrttechnik sehr leichte Materialien zum Einsatz kommen müssen, wurde die Außenhülle einer Landekapsel etc. vorzugsweise aus Galileo überstehen, als sie am 7. Dezember 1995 mit 170.000 km/h in die Jupiteratmosphäre eintrat. Der Hitzeschild erhitzte sich dabei auf 16.000 K und musste dabei eine Hitzebelastung von 43 kW/cm² aushalten. Der Hitzeschild machte deshalb zwei Drittel des Gewichts der Eintauchkapsel aus.

