Walter Abish
Walter Abish (24. Dezember 1931 in Wien) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der amerikanischen Postmoderne.Die Grundpfeiler seiner bislang erschienen Romane sind fremde Länder und ihre Kulturen. Selbst hat er Mexiko und Deutschland vor der Fertigstellung der Bücher nie besucht. Eine topographisch-realistische Darstellung kann somit nie sein Ziel gewesen sein. Ihm schien es vielmehr darum zu gehen, der Sprache ihre wirklichkeitskonstituierende Macht zu nehmen. Durch die Fremdheit der Orte fasziniert, werden auch die Leser von diesen Gefühlen beeinflusst und damit gefesselt. Sowohl die Faszination fremder Topographien als auch der Konstruktcharakter der Texte lassen sich biographisch erklären.
Als Kind einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien verließ Walter Abish nach dem ?Anschluss? Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 seine Heimat und reiste fortan in der Welt umher. Er lebte in Nizza, Schanghai, Israel und England, bevor er 1957 in den USA seßhaft wurde.
Ein Architekturstudium in Israel mag vielleicht erklären, warum seine, wie Henry James es formulierte, ?Houses of Fiction? wie auf dem Reißbrett konstruierte Entwürfe anmuten.
Für den Roman How German Is It - Wie Deutsch ist es wurde Abish mit dem PEN/Faulkner Award geehrt.
Werke (Auswahl)
• Africa]
• Meet] (Das ist kein Zufall) Erzählungen 1971-1975
• German Is It] (Wie Deutsch ist es)
• Fever]
• Vision (A Self Portrait)]
Quellen
J.C. Schöpp: Ausbruch aus der Mimesis: Der amerikanische Roman im Zeichen der Postmoderne. München 1990

