Abgelehntes Königsgambit
Das Abgelehnte Königsgambit ist die Bezeichnung einer Eröffnung im Schach. Der Führer der schwarzen Steine hat verschiedene Möglichkeiten, das nach den Zügen 1. e2-e4 e7-e5 2. f2-f4 entstehende Königsgambit abzulehnen.
Die gebräuchlichsten Varianten sind:
: 2. ... Lf8-c5, etwa mit der weiteren Folge 3. Sg1-f3 d7-d6 4. Sb1-c3 Sg8-f6
: 2. ... d7-d5 3.exd5 e5-e4 , die Hauptvariante des Falkbeer-Gegengambit.
: 2. ... d7-d5 3.exd5 c7-c6 , das Nimzowitsch-Gegengambit
Seltener gespielt werden:
: 2. ... d7-d6 Diese Ablehnung wurde von Nimzowitsch erwähnt. Nach 3. Sg1-f3 e5xf4 ergibt sich die Fischer-Variante des Königsspringergambit.
: 2. ... Sg8-f6 Dieser Gegenangriff wurde schon Gioacchino Greco, Alexander Dmitrijewitsch Petrow oder Gunsberg zugeschrieben.
: 2. ... Dd8-f6 Die von Stefan Bücker propagierte Nordwalder Variante.
: 2. ... Dd8-h4+ Dies von Keene empfohlene Schachgebot kann zu 3.g2-g3 Dh4-e7 4.f4xe5 d7-d6 5.e5xd6 De7xe4+ 6.Dd1-e2 De4xe2+ 7.Sg1xe2 Lf8xd6 führen.
Beim Symmetrischen Gegengambit 2. ...f7-f5? zeigt sich mit 3.e4xf5 der Anzugsvorteil des Weißen.
Literatur
Jakow Estrin, Igor Glaskow: Das abgelehnte Königsgambit. Goldmann, München 1985, ISBN 3-442-10952-3

