Abbitte (Roman)
Abbitte (im Original Atonement) ist ein Roman von Ian McEwan aus dem Jahr 2001. Der Roman wurde von den Lesern und Kritikern begeistert aufgenommen und, wie etwa in der Zeit, als tiefenpsychologisches Meisterwerk bezeichnet. Der Roman wurde 2001 für den Booker Prize nominiert.Handlung
Der erste Teil der Handlung spielt auf einem englischen Landgut der Familie Tallis im Jahr 1935. Die 13-jährige, an der Schwelle zum Erwachsenwerden befindliche Tochter Briony beobachtet, wie sich zwischen ihrer Schwester Cecilia und dem Sohn des Gärtners, Robbie Turner, eine Liebesgeschichte anbahnt. In ihrer kindlichen Phantasie mit der Erwachsenenwelt konfrontiert, interpretiert sie die Situation als Bedrohung für sich und ihre Schwester. Als dann eine zu Besuch im Landhaus weilende Cousine vergewaltigt wird, lässt sie wider ihr besseres Wissen zu, dass Robbie Turner beschuldigt wird. Dieser muss daraufhin sein Studium abbrechen und später als Soldat im Zweiten Weltkrieg dienen.
Die durch ihr Schweigen auf sich genommene Schuld verfolgt Briony und verändert ihr Leben. Um die Schuld zu sühnen, arbeitet sie später als Krankenschwester im Krieg.
Die zentralen Themen dieses Romans sind Liebe und Trennung, Unschuld und Selbsterkenntnis, Treue und Verrat. Gelobt wurde die Schilderung der Abgründe und Tiefen der menschlichen Seele vor dem Hintergrund einer spätviktorianischen Gesellschaft bzw. der Schrecken des Krieges.

