Abbas Mirza
frame|right|80px|Abbas_MirzaAbbas Mirza (1783; ? 25. Oktober 1833 in Meschhed) war ein persischer Prinz und zweiter Sohn des Schahs von Persien, Fath Ali, der ihn mit Übergehung des älteren Bruders, Mohammed Ali Mirza, zum Thronfolger ernannte.
Leben
Durch eigene Erfahrung von den Vorzügen der europäischen Zivilisation überzeugt, beschloss er, Persien, zunächst die Provinz ?zarb?ydsch?n, die er als Beglerbeg mit fast souveräner Macht verwaltete, zu reformieren. Mit Hilfe französischer und später englischer Offiziere reorganisierte er zunächst das Heerwesen. Als 1811 ein Krieg mit Russland ausbrach, befehligte er die persische Armee, war aber nicht erfolgreich. Im Jahr 1821 unternahm er einen Krieg gegen die Türken, ging ohne Kriegserklärung über die Grenze und belagerte Bajesid; einer seiner Generale drang sogar bis Diarbekr vor und machte große Beute. Doch gingen die Eroberungen bald wieder verloren. Abbas selbst ergab sich dem Trunk und regierte willkürlich wie seine Vorgänger. Er versuchte, die öffentliche Sicherheit mit Strenge durchzusetzen, aber die Justiz war käuflich, Statthalter- und Beamtenstellen wurden den Meistbietenden überlassen. Grenzstreitigkeiten führten zu wiederholten Kriegen mit Russland, in denen Abbas mehr durch persönliche Tapferkeit als durch Feldherrntalente glänzte. Als der Friede von Turkmantschai (22. Februar 1828) diese für Persien unheilvollen Unternehmungen abschloss, erhielt Abbas von der Königlichen Asiatischen Gesellschaft zu London das Diplom als Ehrenmitglied. 1831 und 1832 bekämpfte er die Kurden von Chorasan. Bevor er die Eroberung von Herat vollenden konnte, starb er im Dezember 1833 in Meschhed an einer Epidemie. Er hinterließ 24 Söhne und 26 Töchter. Sein ältester Sohn Mohammed Mirza bestieg als Mohammed Schah 1834 den Thron von Persien.
{{Personendaten
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|KURZBESCHREIBUNG=persischer Prinz
|GEBURTSDATUM=um 1783
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|STERBEDATUM= VIDEO-NEWS UND ANGEBOTE

