ABC-Brands
Als A-Brand wird im Allgemeinen eine in ihrem Markt eingeführte und wohl bekannte Marke bezeichnet. A-Brands haben i. d. R. eine durchschnittliche bis höchste Qualität. Unternehmen, welche A-Brands produzieren, bewerben diese entsprechend, da Verbraucher meistens für einen identischen Artikel von einem A-Brand mehr zu bezahlen bereit sind als für den eines B-Brands.B-Brands stehen qualitativ den A-Brands oft nicht oder kaum nach. Dafür sind sie preislich nicht selten wesentlich attraktiver als das vergleichbare Produkt eines A-Brands. Ihre Bekanntheit ist jedoch häufig nur begrenzt, z. B. regional, da nur selten für die Marke Werbung gefahren wird.
Die C-Brands bilden den Abschluss nach unten hin. Das Produkt ist immer noch das gleiche wie beim A-Brand (z. B. Computer), die Qualität ist jedoch bestenfalls mittelmäßig, häufig am unteren Ende des gesetzlich Zulässigen. Dafür sind jedoch die Preise häufig ebenfalls die günstigsten in der Sparte.
Die Einteilung in A-, B- und C-Brands ist oft willkürlich und subjektiv. Die Grenzen hierbei sind fließend. Bei Konzernen, die mit einer Marke (engl. brand) in mehreren Produktsparten vertreten sind, können in diesen Sparten sowohl A- als auch B- oder sogar C-Brand gegeben sein. So gilt z. B. die Marke ?Asus? im Hauptplatinen- und Grafikkartenbereich als A-Brand, im Notebook- und TFT-Bereich jedoch noch als B-Brand.
Vergleich A-B-C-Brands im Bereich Computer (Auswahl; subjektiv):
* A-Brands: Dell, HP, Fujitsu-Siemens
* B-Brands: Piranha, BCom, Exone
* C-Brands: Ideas Plus, Cemos
Vergleich A-B-C-Brands im Bereich Automobile (Auswahl; subjektiv):
* A-Brands: DaimlerChrysler, BMW, Toyota
* B-Brands: Chevrolet, Mitsubishi
* C-Brands: Ssangyong, Lada
A- und B-Brands stehen oft zwar in direkter Konkurrenz, jedoch nicht im Widerspruch. Kunden, die mit C-Brands schlechte Erfahrungen gemacht haben, sind oft bereit, beim nächsten Kauf mehr Geld für einen A-Brand auszugeben, anstatt zu einem B- oder wieder zu einem C-Brand zu greifen. B-Brands müssen oft als direkter Vergleich zum A-Brand herhalten. So können Händler eine breitere Anzahl an Kunden ansprechen: Zum einen ist ein Artikel als A-Brand vorhanden, zum anderen entweder ein gleichwertig ausgestatteter B-Brand für weniger Geld oder ein höherwertig ausgestatter B-Brand zum gleichen Geld.

