Aartalsperre
|BAUZEIT = 1984 - 1991
|BAUHOEHE =
|TALHOEHE = 14 m
|GRUENDUNGSHOEHE = 15 m
|WASSERHOEHE =
|KRONENHOEHE = 272,50 m
|MAUERVOL = 90.000 m³
|KRONENLAENGE = 270 m
|KRONENBREITE = 6 m
|BASISBREITE =
|RADIUS =
|NEIGUNG-LUFT = 1:2
|NEIGUNG-WASSER = 1:1,8
|LEISTUNG = 0,25 MW
|STAUZIEL = 270,00 m bzw. 267,00 m (Dauerstau)
|FLÄCHE = 57 ha (93,5 ha?)
|SEELAENGE =
|SEEBREITE =
|SPEICHERRAUM = 4,085 Mio. m³
|STAURAUM =
|EINZUG = 60,5 km²
|HOCHWASSER = 75 m³/s
|BESONDERHEITEN =
}}
Die Aartalsperre liegt bei Dill im Lahn-Dill-Bergland; weitere Zuflüsse sind Stadterbach, Wilsbach (zum Vorbecken), Weidbach und Meerbach (zum Hauptbecken). Die Talsperre dient hauptsächlich dem Hochwasserschutz für Aar und Dill. Im Winter ist der Hochwasserschutzraum 1,33 Millionen m³ groß, im Sommer 1,84 Millionen m³. Weitere Nutzungen sind Niedrigwasseraufhöhung, Stromerzeugung, Fischerei und Freizeiterholung.
Damit soll die Talsperre auch die Region wirtschaftlich beleben. Der See wurde 1992 als Badesee freigegeben.
Betreiber ist der Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises bzw. der Wasserverband "Dillgebiet".
Hauptdamm
Der Staudamm der Aartalsperre ist ein Steinschüttdamm aus Grauwacke- und Plattenschiefer-Gestein. Im Taltiefsten hat der Damm eine Höhe von rund 14 m.
Entnahmeeinrichtungen
Das Grundablassbauwerk mit der Hochwasserentlastung wurde in den Hauptdamm integriert. Das Wasser kann durch 4 Rohre mit unterschiedlichen Durchmessern entnommen werden. Außerdem ist hier auch die Turbine zur Stromerzeugung untergebracht, über die auch die Wasserabgabe der Talsperre gesteuert wird.
Wasserkraftanlage
In der Wasserkraftanlage ist eine Durchströmturbine für kleinere Wassermengen bis 4 m³/s eingebaut. Ihre maximale Leistung ist 250 kW. Der Strom wird nicht den ganzen Tag über erzeugt, sondern nur zu Zeiten des Spitzenbedarfs. Das sich aufstauende Wasser wird so schwallweise abgelassen, wodurch der Wasserspiegel schwanken kann.
Stausee
Der Stausee ist relativ flach und hat eine große Oberfläche. Deswegen wurde das Hauptbecken und die Vorsperre in einigen Bereichen vertieft, damit das Wasser überall mindestens 1,20 bis 1,50 m tief ist, um einer Eutrophierung, das heißt einem biologischen "Umkippen" des Wassers vorzubeugen. Außerdem wurden alle oberhalb der Talsperre liegenden Orte an die Kanalisation angeschlossen, die das Abwasser um die Talsperre herum zur gleichzeitig erbauten Kläranlage bei Bischoffen führt.
Freizeitmöglichkeiten
Auf einer Gesamtfläche von 82 ha bieten sich viele Freizeitmöglichkeiten. Es gibt Liegewiesen und einen Sandstrand zum Baden, weiterhin einen Segel- und Surfclub und gute Möglichkeiten für Angler.
Ein ausgebauter Weg für Fußgänger, Jogger, Inlineskater und Radfahrer führt um den See herum.
Im Sommer wird der See durch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bewacht.
Vorsperre
Die Vorsperre hat ganzjährig einen Dauerstau, der 2 - 3 m über dem schwankenden Wasserstand der Hauptsperre liegt. Da die Hauptsperre u. a. auch fischereilich genutzt wird und die Fische nicht in das Naturschutzgebiet Vorsperre wandern sollten, wurde auf einen Fischaufstieg von der Haupt- in die Vorsperre verzichtet.
Zwei zusätzliche Gebiete mussten eingedeicht werden, um die Ortschaften Ahrdt und Mudersbach vor Überflutungen zu schützen. Der eine Damm ist ca. 730 m lang und etwa 6,50 m hoch, der andere etwa 490 m lang und 2,5 m hoch.
Naturschutz
Die Vorsperre steht unter Naturschutz. Durch den Bau von 21 Inseln mit unterschiedlichem Aufbau und Oberflächengestaltung wurde ein einzigartiges Naturschutzgebiet geschaffen, das von zahlreichen seltenen Vogelarten bevölkert wird.
Auch um die Vorsperre herum führt ein Wanderweg, von dem aus man die vielen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten kann.
Weblinks
• Segel- und Ruderclub Aartal e.V.
• Gemeinde Hohenaar
• Der Aartalsee
• Der Aartalsee
• Freizeitinformationen
Siehe auch:
• von Talsperren in Deutschland]

