Quappe
|-
! Wissenschaftlicher_Name
|-
| class="taxo-name" | Lota lota
|-
| class="Person" | Linnaeus, 1758
/'>}
Die Quappe (Lota lota) ist ein Linné wurde sie noch Gadus lota genannt, der Gattungsname Lota ist späteren Datums. Die Quappe ist der einzige Fisch aus der Ordnung der Dorschartigen, der im Süßwasser vorkommt. Die Quappe gehört in Deutschland zu den stark gefährdeten Tierarten und unterliegt deshalb in vielen Bundesländern fischereilichen Schonbestimmungen. In Forellengewässern war die Quappe zu Unrecht als "Räuber" verrufen. In natürlichen oder naturnahen Gewässern kann sie jedoch keinen nennenswerten Schaden verursachen. Heute gibt es vielerorts, wo die Quappe schon verschwunden ist, Bestrebungen zur Wiedereinbürgerung, wie z. B. in der Ruhr oder der Oste. Die Quappe war 2002 Fisch des Jahres. Am Bodensee wird sie Trüsche genannt, in der Schweiz auch Trische oder Treische, in Österreich Rutte, süddeutsch auch Ruppe, Aalrutte, Aalquappe oder Aalraupe und norddeutsch Quappaal. Im englischen Sprachgebrauch heißt sie Lawyer (Rechtsanwalt), Burbot oder Eelpout.
Lebensraum
Die Quappe kommt gerne in tieferen Seen vor, aber auch in großen Flüssen wie der Elbe, der Donau und in der östlichen Ostsee. Ihr Lebensraum umfasst Europa, Sibirien und Nordamerika. Für Fänge von besonders großen Quappen in Deutschland ist die Oder bekannt. Die Quappe ist einer der wenigen größeren Süßwasserfische, die in Seen sehr tief vorkommen. Im Bodensee kann sie an den Steilabhängen in mehr als 100 m Tiefe gefunden werden, im Oberen_See (USA/Kanada) sogar in 300 m Tiefe.
Aussehen und Verhalten
Die Quappe erreicht eine Länge von etwa 50 cm, einzelne Exemplare werden sogar bis zu 80 cm lang und bis 8 kg schwer. Sie laicht im Winter, etwa von November bis März. Der Körper ist im vorderen Teil im Querschnitt rundlich, im hinteren Bereich (ab der Afterflosse) schlank. Zwei Rückenflossen mit weichen Flossenstrahlen, die hintere ist sehr lang und reicht fast über die Hälfte des Körpers. Die Afterflosse ist ebenfalls lang, jedoch etwas kürzer als die zweite Rückenflosse. Der Kopf ist flach mit breitem Maul. Am Maul befindet sich unterständig eine einzelne, lange Bartel. Quappen sind meist bräunlich marmoriert gefärbt. Eine treffende Beschreibung des eigenartigen Körperbaus stammt von Tom Dickson, DNR Minnesota: ?Looks part eel, part catfish? (deutsch: "Halb Aal, halb Wels"). Die Quappe ist hauptsächlich nachtaktiv.
Quappe und Mensch
Die Quappe ist ein hochdelikater Speisefisch, der wie Aal zubereitet wird. Das eher fette, weiße Fleisch ist zart und aromatisch, allerdings fester als das des Dorsches. Die vor der Laichzeit fettreiche, große Leber der Quappe war bereits im Römischen_Reich von Feinschmeckern sehr begehrt. Von Anglern wird die Quappe aber eher selten erbeutet, da die Beißzeit hauptsächlich im Winter liegt.
Literatur
* Steinbachs Naturführer, Süßwasserfische, Mosaik Verlag, München, 1984, ISBN 3-570-01274-3
* Bechtermünz, "So macht Angeln Spaß", 1995, ISBN 3-8289-1645-7
* Kosmos, "Die Süßwasserfische Europas", 1998, ISBN 3-440-07068-9
Siehe auch: Systematik der Knochenfische
Weblinks
• Trüsche: weitere Infos und Fotos• Minnesota Profile: Burbot (Lota lota) (auf Englisch)

