Aabachsee
|BAUZEIT = 1975?1979
|BAUHOEHE =
|TALHOEHE = 40 m
|GRUENDUNGSHOEHE = 45 m
|WASSERHOEHE = 43,2 m
|KRONENHOEHE =
|MAUERVOL = 1.350.000 m³
|KRONENLAENGE = 450 m
|KRONENBREITE = 15 m
|BASISBREITE =
|RADIUS =
|NEIGUNG-LUFT = 1:1,3?1:1,7
|NEIGUNG-WASSER = 1:1,9
|LEISTUNG =
|STAUZIEL =
|FLÄCHE = 1,8 km² (180 Stausee hinter der Aabachtalsperre in Nordrhein-Westfalen unweit der Grenze zu Hessen, Deutschland.
Die Talsperre, die dem Wasserverband Aabachtalsperre gehört, wurde für die Trinkwasserversorgung und den Hochwasserschutz gebaut; eine nachrangige Bedeutung hat die Funktion des Stausees als Freizeitgebiet.
Geographie
Der Aabachsee befindet sich zwischen Bad Wünnenberg (Kreis Paderborn) und Marsberg (Hochsauerlandkreis). Dort liegt er zwischen dem Sintfeld (im Nordosten) und den Briloner Höhen (im Südwesten).
Stausee
Der Stausee ist rund 3 km lang und bis zu 1,5 km breit. Um ihn herum führt ein rund 9 km langer Rundweg für Wanderer und Radfahrer. Weitere Freizeitnutzung ist nicht möglich, weil der See und seine Umgebung ein Wasserschutzgebiet sind.
Von dem Gesamtstauraum des Stausees entfallen 3 Mio. m³ auf den Hochwasserrückhalteraum und 17,5 Mio. m³ auf den Betriebsraum für die Trinkwasserversorgung und den Reserve- und Totraum. Aus dem Aabachsee werden jährlich rund 11 Mio. m³ Rohwasser entnommen.
Talsperre
Die Aabachtalsperre wurde als Staudamm von 1975 bis Mai 1978 gebaut. Der Probestau dauerte vom April 1979 bis zum Juni 1982. 1983 wurde die Talsperre in Betrieb genommen.
Die Talsperre wurde als Zonendamm mit einer inneren Kerndichtung und einem vorgelagerten horizontalen Dichtungsteppich errichtet; sie bestehen aus Hanglehm und stark verwittertem Schluffstein. Das für den luft- und wasserseitigen Stützkörper benötigte Schüttmaterial besteht aus verwitterungsbeständigem Kalkstein; für die diesbezüglichen Übergangszonen wurde angewitterter Schluffstein verwendet. Unter dem wasserseitigen Dichtungsteppich befindet sich ein Kontrollgang.
Die Aabachtalsperre hat eine kleine Vorsperre, deren Staudamm ähnlich aufgebaut ist wie die Hauptsperre.
Ziemlich genau an der Stelle der heutigen Aabachtalsperre und in dem sich an diese direkt anschließenden Seebereich befanden sich bis zum Baubeginn des Damms etwa sieben kleine Fischteiche, die vom Damm überbaut bzw. vom See überflutet wurden. Außerdem wurde das an der alten Landstraße zwischen Fürstenberg und Bleiwäsche gelegene Gasthaus Bumbams Mühle vom Wasser überflutet, dessen Mauern bei niedrigem Wasserstand zu sehen sind.
Nutzung
Die Talsperre dient mit dem Stausee der Trinkwasserversorgung von mehr als 200.000 Einwohnern der Kreise Paderborn, Soest, Gütersloh und Warendorf. Außerdem dient sie dem Hochwasserschutz und der Sportfischerei.
Einzugsgebiet
Die direkt gestauten Gewässer sind der Große Aabach, der Kleine Aabach, die Murmecke und der Hassbach. Das daraus resultierende Einzugsgebiet ist 28 km² groß. Über einen 1,5 km langen Überleitungsstollen werden Abflüsse aus dem 7 km² großen Teileinzugsgebiet der Karpke übergeleitet. Der Stollen ist ein Freispiegelstollen mit einer maximalen Kapazität von 7 m³/s.
Entnahmeeinrichtungen
Die Hochwasserentlastung steht am wasserseitigen Dammfuß als rund 40 m hoher Turm im Stauraum des Sees. Er hat oben einen kreisförmigen Einlauftrichter, einen senkrechten Fallschacht und führt nach einer 90°-Krümmung durch einen Stollen unter dem Staudamm hindurch in das Tosbecken. Das Entnahmebauwerk enthält neben der Hochwasserentlastung auch den Grundablass und die Betriebsauslässe zur Rohwasserentnahme mit vier Entnahmeöffnungen in verschiedenen Höhen. Dadurch kann das Rohwasser jeweils aus der Höhe entnommen werden, in der die Wasserqualität am besten ist.
Freizeitinformationen
Der Aabachsee liegt in naturbelassener Landschaft und ist wenig touristisch erschlossen; direkt am See liegen keine Ansiedelungen. Er ist von einem rund 9 km langen, asphaltierten Weg umgeben, der von Wanderern, Fahrradfahrern und Inline-Skatern genutzt wird.
An einigen Stellen finden auch Angler gute Möglichkeiten. Im Wasserwerk des Wasserverbandes werden Fischereierlaubnisscheine ausgegeben. Voraussetzung ist ein gültiger Fischereischein und die Teilnahme an der ?Informationsveranstaltung zur Fischereilichen Bewirtschaftung Aabach-Talsperre?, die im März jeden Jahres vom Wasserverband Aabach-Talsperre durchgeführt wird.
Weblinks
• Wasserverband Aabach-Talsperre
• Stauanlagenverzeichnis NRW
• Stauanlagen in Nordrhein-Westfalen; Landesumweltamt NRW
Literatur
* Peter Franke, Wolfgang Frey: Talsperren in der Bundesrepublik Deutschland. DNK - DVWK 1987, ISBN 3-926520-00-0.
Siehe auch
Liste von Talsperren in Deutschland

