Vympel R-27
Vympel R-27 (DIA-Code: AA-10, NATO-Codename: Alamo) ist eine russische Beyond-Visual-Range-Luft-Luft-Rakete für mittlere bis große Kampfentfernungen.
Die Entwicklung durch die Moskauer Spetztekhnika Vympel NPO begann etwa 1975. Ab 1982 wurde die R-27 in zwei Versionen bei den russischen Luftstreitkräften eingeführt: R-27R (NATO-Bezeichnung AA-10 Alamo A) mit halbaktiver Radarlenkung und R-27T (AA-10 Alamo B) mit Infrarotlenkung.
Eingesetzt wurde diese Waffe zunächst mit den Mustern Mikojan-Gurewitsch MiG-29 und Suchoi Su-27 (es folgten die Su-33, Su-35 und die Jakowlew Jak-141). Die Weiterentwicklungen zeichneten sich zunächst durch eine höhere Reichweite aus: R-27ER (AA-10 Alamo C) und R-27ET (AA-10 Alamo D).
Später folgte noch eine Version R-27AE (AA-10 Alamo E) mit aktiver Radarlenkung.
Die Versionen mit halbaktiver Radarlenkung sind vergleichbar mit der US-amerikanischen AIM-7 Sparrow, während die infrarotgelenkten Modelle im Bereich der Luft-Luft-Raketen eine Sonderstellung einnehmen, da diese Art der Waffenlenkung generell eher für den Kurzstreckenbereich vorgesehen ist.
Zusammen mit den Flugzeugen, die mit dieser Luft-Luft-Rakete ausgestattet sind, wurde die AA-10 Alamo in viele Länder exportiert (darunter: Bangladesh, Bulgarien, Kuba, Eritrea, Slowakische Republik, DDR, Ungarn, Indien, Iran, Malaysia, Nordkorea, Peru, Polen Rumänien, Syrien, Jugoslawien, Jemen, China, Angola, Vietnam)

