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Schlafen
Schon 20 Minuten Schlaf zwischendurch macht leistungsfähiger, will allerdings auch gelernt sein, da man die Fähigkeit braucht, schnell einschlafen zu können. Autogenes Training kann unterstützend helfen beim Erlernen.
Der Ablauf des Schlafs (Quelle: bild.t-online.de) Unser Körper ist ein Diktator. Er allein entscheidet, wann die richtige Zeit zum Schlafen, zur Erholung ist. Versuchen Sie nicht, den Diktator zu überlisten, tagsüber zu schlafen und dafür nachts durchzumachen. Der Körper wird sich dafür rächen, sagt Prof. Dr. Jürgen Zulley (59), der deutsche Schlaf-Papst. In BILD erklärt er , wann der Körper das Gehirn abschaltet und die Träume extrem bunt sind. Und warum die Vagina zur Geisterstunde besonders gut durchblutet ist. Hintergrund Was während des Schlafs in unserem Körper passiert: Unsere Augen rollen von rechts nach links und wieder zurück. Nach wenigen Minuten sinken wir, falls keine Störungen auftreten, ins Stadium 2, den leichten Tiefschlaf. Bestimmte Bereiche des Gehirns stellen ihre Arbeit ein. Die Augenbewegungen hören auf. Unsere Köpertemperatur fällt um ein halbes Grad. Das Blut transportiert die Wärme aus dem Inneren unseres Körpers nach außen in die Haut, die wie ein Kühler arbeitet und die Wärme abgibt. Das kann sogar dazu führen, daß wir schwitzen der Körper versucht, überschüssige Wärme loszuwerden. Das Herz schlägt ruhiger, der Blutdruck sinkt, wir schlafen fest. Das Nachthormon Melatonin informiert unseren Körper, seine Leistungssysteme abzuschalten. Weitere 20 Minuten später sind wir in der ersten Tiefschlafphase und voll mit dem Wachstumshormon. Kinder werden ein Stück größer, Wunden heilen, neues Blut fließt, die Haut schiebt neues Gewebe nach überall wächst etwas. Das Immunsystem rüstet auf neue Killer- und Helferzellen, Antikörper entstehen. Wir schlafen uns gesund und schön Auch im Gehirn tut sich was. Die Nervenzellen speichern das Gelernte vom Tag in einem Langzeitspeicher ab. Lernen im Schlaf funktioniert wirklich! Wir sind jetzt in der wichtigsten Phase der Erholung. Schlafzeit 23 bis 24 Uhr Wir haben das Schlafstadium 1 erreicht, befinden uns im leichten Schlaf. 24 bis 1.30 Uhr Jetzt beginnt das Chaos, das unruhige REM-Stadium (rapid eye movement, dt.: schnelle Augenbewegung). Wir wachen auf, schlafen sofort wieder ein. Der erste Traumschlaf dauert knapp zehn Minuten. Unsere Augen sausen von links nach rechts und wieder zurück salvenartig viele Male in der Minute. Das ist selbst unter geschlossenen Lidern zu sehen. Das Gehirn ist jetzt mindestens so aktiv wie tagsüber. Der Körper ist komplett entspannt, weitgehend gelähmt. Obwohl der Blutdruck steigt, der Atem schneller geht, Penis und Vagina stärker durchblutet sind. Männer haben in dieser Phase öfter eine Erektion, die nichts mit erotischen Träumen zu tun hat. Nach zehn Minuten ist der Spuk vorbei, der Schlaf wird wieder tiefer. 1.30 bis 3 Uhr Leichter Tiefschlaf. Wir drehen uns öfter um, werden unruhiger, können auch schon einmal aufwachen. Die Unruhe ist größer, stört aber den Schlaf noch nicht. Die zweite Traumphase beginnt. Länger (20 Minuten) und intensiver als die erste. Der Körper merkt sich nun wieder neue Erfahrungen, besonders die körperlichen. Hatten wir tagsüber eine Trainingsstunde, speichert unser Gehirn jetzt die neu erlernten Bewegungsabläufe. Im körpereigenen Heizkraftwerk ist Arbeitspause, fast werden wir zu Kaltblütern. 3 bis 4.30 Uhr Die dritte Traumphase beginnt länger, intensiver, bunter. Die Wahrscheinlichkeit, daß wir dabei aufwachen, ist relativ hoch. Wir erreichen nur noch das Stadium „leichter Schlaf“. Die eigentliche Erholung ist vorbei, dennoch brauchen wir diesen Schlaf noch. Die Abkühlungsphase ist vorbei und geht in einen leichten Temperaturanstieg über. 4.30 bis 6 Uhr Der Traumschlaf hat uns wieder. Träume können nun länger als eine halbe Stunde dauern. Das Gehirn regt sich gegen Morgen immer stärker. Genauso wie die Augen, die sich hinter den Lidern immer heftiger bewegen. Das Hormon Ghrelin tritt auf den Plan, das langsam aber sicher ein Hungergefühl in uns aufsteigen läßt. Der Magen wartet auf das Frühstück, die Nieren wachen auf und erhöhen die Harnproduktion. Unser Körper hat mit 36,5 Grad schon fast wieder Betriebstemperatur. Ab 6 Uhr Die letzte Traumphase. Mit bis zu einer Dreiviertelstunde die längste. Dieser Traum bleibt auch am wahrscheinlichsten in der Erinnerung. Der biochemische Wecker klingelt. Nie ist so viel Kortisol, unser biochemischer Wecker, in unserem Körper wie jetzt unterstützt von der Verdauung, die mit einer beschleunigten Magenentleerung das erste Signal für den morgendlichen Gang zur Toilette setzt. LINKS |
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