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Lymphdrainage


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Definition (Quelle: Geo):

Ähnlich wie die Blutbahnen durchzieht das Lymphsystem den ganzen Körper. Es leitet die Stoffwechselprodukte an das Blut weiter. Staut sich die Lymphe, kann das sehr schmerzhaft sein. Bei der Lymphdrainage werden die Lymphbahnen mit kreisenden und streichenden Bewegungen massiert. So sollen Stauungen aufgelöst werden. Medizinisch ist eine Lymphdrainage nur sinnvoll, wenn sie regelmäßig über mehrere Monate angewandt wird.


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Quelle: dws.nezval.at


Das Lymphgefäßsystem (Quelle: mdr.de)
Die Lehre des Lymphgefäßsystems heißt Lymphangiologie. Immerhin hat sie einen Namen. Dies und die enormen Erkenntnisse der Lymphforschung verdanken wir einem in der Schulmedizin weniger bekannten Professor namens Dr.med. Földi, der die Földi-Klinik in Hinterzarten im Schwarzwald aufgebaut hat.

Die Lehre vom Lymphgefäßsystem war viele Jahrzehnte und bis zum heutigen Tag ein Stiefkind der Medizin, saß zwischen den Stühlen. Der Grund ist ganz einfach: Die Lymphe ist in unserem Körper allgegenwärtig. Sie spielt aber nirgendwo eine dominierende Rolle. Deshalb hat sie noch nie die volle Aufmerksamkeit auf sich ziehen können und es gibt logischerweise auch nicht das anerkannte Fachgebiet Lymphangiologie. In einem internationalen Standardwerk der Inneren Medizin widmen die Autoren der Lymphschwellung, dem Lymphödem ganze acht Zeilen und das auch nur bezogen auf das Arm-Lymphödem nach Behandlungen (Operation und Bestrahlungen) des Brustkrebses.

Es gibt Fachspezialisten für die Arterien (Internisten) und die Venen (Phlebologen, meist weitergebildete Hautärzte) aber keine Lymphspezialisten.

Unser Lymphsystem arbeitet geräuschlos und unmerklich. Es ist unsichtbar. Erst, wenn unklare Schwellungen auftreten, die nach Hochlagern der Beine oder Arme nicht abklingen oder am Brustkorb segmental in Quadranten zu erkennen sind, dann werden wir darauf aufmerksam. Dann ist schon viel geschehen, das zum Handeln zwingt.
Merke: 4.5 Millionen Deutsche leiden an Lymphödemen.

Unser Körper besteht zu 60% aus Wasser, etwa 16 Liter damit gebildete Flüssigkeiten zirkulieren ständig:
- Blut (5 Liter)
- Lymphe (2 Liter)
- Verdauungssäfte (9 Liter)

Das Körperwasser verteilt sich zu
- 5% auf das Blut
- 15% auf Bindegewebsflüssigkeit (Zwischenzellflüssigkeit und Lymphe)
- 40% auf Zellflüssigkeit


Was ist die Lymphe? - Die Flüssigkeit im lymphatischen System
Das Lymphsystem besteht aus den Lymphbahnen (Adern) mit den Lymphknoten, den Organen Milz, Thymusdrüse (unter dem Brustbein), (Rachen-, Zungen-, Gaumen-) Mandeln und dem Lymphgewebe des Darmes. In allen Lymphorganen sind Zellen vorhanden, die eine wichtige Rolle im Immunsystem spielen. Die wichtigsten sind die Lymphozyten, eine Gruppe der weißen Blutkörperchen, die passend für jeden Angreifer spezielle Antikörper produzieren.

Das Lymphsystem hat folgende Funktionen:
- wichtiger Teil des Immunsystems
- Transport von Nahrungsfetten aus dem Darm
- Drainage des Zwischenzellraumes (Grundregulationssystem = Matrix)

Abfallstoffe aus dem Zellstoffwechsel werden zunächst in das Zwischenzellsystem abgegeben. Von dort gelangen kleinste Teilchen über die feinen Venen in den Blutkreislauf. Größere Teilchen gelangen in die Lymphkapillaren. Lymphkapillaren enden bzw. beginnen in allen Geweben und verlaufen parallel mit dem Venensystem. Sie laufen in immer größeren Adern zusammen. Merke: Lymphbahnen sind das langsame Abfluss- System, in den Venen herrscht eine größere Geschwindigkeit.

Vorteil der Langsamkeit: der Körper hat mehr Zeit, sich mit den Inhaltsstoffen zu befassen. Es geht um Präsentation, Identifikation und Recycling. Alle Teilchen werden in den Filtern, den Lymphknoten präsentiert, für schädlich oder noch verwendungsfähig gehalten und den entsprechenden Weiterverarbeitungsstellen zugeleitet oder vernichtet. Wichtige Funktionen haben die Makrophagen, sogenannte Fresszellen.


Was befindet sich in der Lymphflüssigkeit?
Reste aus dem Stoffwechsel, Fremdstoffe, Krankheitserreger, Zellreste und Lymphozyten.

Lymphknoten
Filterstationen, befinden sich in jeder Körperregion, Produktionsort einer maßgenauen Abwehr.

Lymphatischer Rachenring
Rachen-, Zungen- und Gaumenmandeln-Filter für Krankheitserreger und Fremdstoffe, die über Mund und Nase in den Körper gelangen (Nahrung, Atemluft, Küsse).

Milz
Im linken Oberbauch, etwa 150g – Abbau alter Blutzellen, Speicherung von Blutzellen, die der Blutgerinnung bei akuten Verletzungen dienen, Recycling von Gerinnungsprodukten, in der Embryonalzeit Ort der Blutbildung (später Knochenmark).

Thymus
unter dem Brustbein gelegen, über dem Herzen, bis in das junge Erwachsenenalter noch voll ausgebildet, etwa 40g – Ort der Prägung der T-Lymphozyten und von Hormonen, die der Reifung von Immunzellen in den Lymphknoten dienen.

Dünndarm
steuert die lokale Immunreaktion des Verdauungstraktes, angeregt durch Fremdstoffe und Erreger, trainiert durch die Darmflora.

Transport der Lymphe
- Klappen wie in den Venen
- Pulsationen der sogenannten Kollektoren=Schrittmacherzentren
- Folge: eigene Motorik
- Muskelarbeit der Extremitäten
- Atmung mit dem Zwerchfell

Wodurch entstehen Stauungen (Ödeme)?
Primäres Lymphödem: angeborene Abflussstörungen (zu kleine oder zu große Gefäße, Klappendefekte - macht sich meist vor dem 35. Lebensjahr bemerkbar
Sekundäres Lymphödem: durch Tumoren und deren Behandlungen (am bekanntesten ist das Armlymphödem, bei 2% aller Frauen), entzündliche Vorgänge (z.B., wenn Venenentzündungen übergreifen),Verletzungen, Narben nach Operationen, Entfernen von Lymphknoten bei Operationen (z.B. Achselhöhle bei Brustkrebs)

Merke: Wird ein Lymphödem nicht rechtzeitig erkannt, kommt es zu meist dauerhaften Gewebsveränderungen durch Einlagerung von Eiweiß und Bindegewebsbildung. Lymphödeme sind eiweißreich.

Unklare Schwellungen an Kopf, Rumpf und Extremitäten verlangen eine gründliche Untersuchung.


Woran erkennt man ein Lymphödem?
Umfangsmessungen – aber im Anfangsstadium oder bei nur leichtem Ausmaß können beide Arme oder Beine noch gleichen Umfang haben, unter anderem deshalb, weil die Person die betroffene Seite schont, Folge: Muskelabbau.

Hautfaltendicke – die Haut verdickt durch Bindegewebsneubildung, das Stemmer-Zeichen zeigt verdickte und nur schwer abhebbare Hautfalten im Bereich der Zehen- oder Fingerrücken, auch im betroffenen Segment am Rumpf oder an der Extremität kann man das leicht erkennen.


Medizinische Diagnosemöglichkeiten
Apparate gestützte Untersuchungen sind nur selten notwendig.
Lymphographie: wasserlösliches Kontrastmittel wird in das Gewebe gespritzt – die Lymphtätigkeit kann mittels Röntgen dann in Abschnitten von 40-50 cm dargestellt werden. Man kann Fragen nach der Ursache besser abklären (primär oder sekundär, s.o.)

Lymphszintigraphie: radioaktiv markiertes Eiweiß (Humanalbumin) wird ins Gewebe gespritzt), dann Belastung auf dem Laufband – zur Beurteilung der Art des Ödems und zur Beurteilung des Therapieerfolges, mehr bei gutachterlichen Stellungnahmen, reduzierte Transportkapazität kann auch nach Behandlung bestehen bleiben, selbst bei gutem kosmetischem Ergebnis.

Behandlung
Die KPE ist die Therapie der Wahl: Komplette physikalische Entstauung.
- Lymphdrainage, manuell
- Bandagen mit anschließender Strumpfanpassung
- Hochlagerung
- Bewegung/Gymnastik


Beschreibung der Lymphdrainage nach Vodder
Mit speziellen Griffen fördert die Physiotherapeutin (der Physiotherapeut) den Rückfluss von Flüssigkeit in die Venen und Lymphbahnen. Sie geht immer von der Peripherie aus. Es entsteht ein Sogeffekt. Die Streichungen (flach, saugend und kreisend) erfolgen entlang den Abflussgebieten der Lymphbahnen zur Mitte des Körpers hin. Die Bewegungen sollten dabei fließend und rhythmisch sein.

Vorbeugung
Neben allgemeiner Gesunderhaltung und Vermeidung von schweren Organerkrankungen (Krebs), sofern das möglich ist, sind Bewegung und richtige Atmung das A und O der Vermeidung von Lymphödemen. Mit dem Zwerchfellmuskel bewegen wir die 12 Liter Zwischenzell- und Lymphflüssigkeit, die beide in einem engen Verhältnis zueinander stehen.

Eine Lymphdrainage eines Beines dauert 60 Minuten, die eines Armes 45 Minuten. Gesichtsbehandlungen finden meist nur im Bereich Kosmetik statt.

Matrix-Behandlung mit einem neuen System, das auf bestimmten, stufenlos einstellbaren Vibrationsfrequenzen basiert. Man steht auf einer vibrierenden Platte oder legt die Beine/Füße oder Arme/Hände an oder auf eine Trommel, die über Vibrationen das Lymphsystem entstaut. Das Geheimnis besteht darin, das alle Gewebe in einem Eigenrhythmus schwingen und bei Entzündungen oder Abbauprozessen und Stauungen diese Rhythmen gestört sind.



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