Studentenpilot.de - das Portal für Studenten The Body Shop
20 1 2 21 15 3 4 5 6 16 8 7

Home / Studentenleben / Wellness & Entspannung / Autogenes Training

Autogenes Training


Wellness Tipps
Wellnessreisen
Wellnessreisen
Wochenend-Wellness zum Spartarif
Definition (Quelle: Geo):

Autogenes Training soll Verspannungen in Körper und Geist lösen. In einer Art Selbsthypnose versuchen die Übenden, Wärme und Schwere in unterschiedlichen Körperteilen zu spüren. Autogenes Training kann bei Schlaflosigkeit, Ängsten oder psychischer Belastung helfen. Aber auch körperliche Beschwerden wie Verspannungen und Migräne lassen sich damit behandeln. Bei Depression und Epilepsie wird von Autogenem Training abgeraten.


Quelle: technogym.at


Was ist autogenes Training? (Quelle: neuro24.de):
Das autogene Training ist ein didaktisch klar gegliedertes Verfahren zur„konzentrativen Selbstentspannung". Es wurde in den 20er Jahren aus systematischen Beobachtungen an hypnotisierten Patienten von dem Nervenarzt I.H. Schultz (1932/87) entwickelt, basiert aber im Gegensatz zur Hypnose ausschließlich auf Auto-(Selbst-) Suggestionen. Das grundlegende Werk von J. H. Schultz aus dem Jahre 1932 trägt dann den Titel: Das autogene Training. Konzentrative Selbstentspannung. Innerhalb der Grundstufe läßt sich mit den Komponenten der Schwere- und Wärmewahrnehmung nach mehrwöchigem Training eine psychovegetative („organismische") Gesamtumschaltung erreichen. Zusätzliche Komponenten (Organübungen) vertiefen die Körperwahrnehmung. Formelhafte Vorsatzbildungen bereichern die therapeutische Arbeit. Die Oberstufe des autogenen Trainings basiert auf Imaginationen, die in der selbstinduzierten Trance systematisch „eingestellt" werden. Dann ist autogenes Training indes mehr alsEntspannung. Im Sinne einer Stabilisierung und Umschaltung des Vegetativums werden die unwillkürlichen Körperreaktionen beeinflußt und die parasympathischen Reaktionen gefördert. Die Anwendung der erlernten Übungen ermöglichen eine raschere Entspannung in Streßsituationen.


Durchführung
Autogenes Training wird zumeist in kleinen Gruppen (seltener im Einzelsetting) in 1–2 wöchentlichen Sitzungen während einer Dauer von 6–10 Wochen vermittelt. Jede Übung mit ihren verschiedenen Komponenten (z.B. „Schwere" und „Wärme" und z.B. „Atemwahrnehmung") dauert insgesamt 3–5 Minuten und wird im Sitzen (ggf. auch im Liegen) bei geschlossenen Augen durchgeführt. Während des praktischen Trainings schweigt der Therapeut. Die Übenden konzentrieren sich anfangs auf die Wahrnehmung ihres Gebrauchsarms mit der Leitvorstellung „mein Arm ist schwer". Sofern 2–3mal täglich zuhause geübt wird, generalisiert die Schwereempfindung auf Arme und Beine, und Wärmeempfindungen werden zusätzlich angesprochen („Arme und Beine sind schwer – Arme und Beine sind warm – ich bin ganz ruhig"). Wenn zuweilen Wärmeempfindungen vor oder zugleich mit der Schwere realisiert werden, wird die individuelle Ausgestaltung der Übung den Empfindungen angepaßt. Jede tagsüber durchgeführte Übung wird intensiv zurückgenommen („Dynamisierung"). Die Übungsformeln können fortschreitend schlagwortartig verkürzt werden („Ruhe-Schwere-Wärme"). Durch die passiv-gelassene Konzentration („was geschieht, ist gut") auf entspannungsgekoppelte Vorgänge, automatisiert und intensiviert sich schon bei diesen „psychotherapeutischen Grundübungen" die Entspannung. Zusätzlich können weitere Komponenten (Organübungen) trainiert werden: Rhythmisch ablaufende Körpervorgänge (Herzschlag, Atmung), ein strömendes Wärmegefühl im Bauchraum (Sonnengeflecht) und eine angenehme Kühle der Stirn werden passiv gelassen fokussiert. Weiterhin kann der Übende dazu angeleitet werden, „formelhafte Vorsatzbildungen" i.S.v. persönlichen Leitsätzen zu bilden, die auf Symptomreduktion oder Persönlichkeitsreifung abzielen und bei therapeutischem Vorgehen im Rahmen umfassender Behandlungspläne besonders wichtig sind.


Empirische Wirksamkeitsnachweise und Indikationen
Grawe et al. (1994) fanden für ihre Metaanalyse 14 kontrollierte klinische Studien zum autogenen Training, die bis 1983/84 veröffentlicht wurden. Dabei schnitt das autogene Training schlechter ab als die anderen Entspannungsverfahren. Linden (1994) konnte inzwischen 24 kontrollierte Studien (bis 1991/92) zum autogenen Training in seine quantitative Metaanalyse einbeziehen. Es zeigte sich eine vergleichbar gute klinische Wirksamkeit, wie sie auch mit anderen Entspannungsverfahren. Es überrascht, daß für die Indikation „Depression" bislang nur eine eindeutig positive Wirkungen belegende – allerdings methodisch besonders herausragende Studie mit 37 Patienten – vorliegt (Krampen 1997). Auch für den präventiven Bereich liegen inzwischen kontrollierte Wirksamkeitsstudien vor, z.B. bei Schulkindern, älteren Menschen, Arbeitnehmern am Arbeitsplatz und im Sport. Die kritischen Folgerungen von Grawe et al. (1994) im Hinblick auf das autogene Training im Vergleich zu anderen Entspannungsverfahren lassen sich vor dem Hintergrund der von dieser Arbeitsgruppe zugrunde gelegten Studien nachvollziehen. Umfassendere Analysen (Linden 1994) und die eigene Übersicht ergeben inzwischen ein anderes Bild: Die Grundstufe des autogenen Trainings gehört zu den in seiner Wirkung empirisch belegten Entspannungsverfahren, und es hat zu erreicht wird bei einem großen Spektrum psychosomatischer Störungen. Stetter u. Kupper haben ergänzend zu den Metaanalysen eine aktuelle Sammlung kontrollierter, klinischer Studien zum autogenen Training anhand ähnlicher Kriterien wie Grawe et al. (1994) und Linden (1994) angelegt und fanden bislang 64 veröffentlichte Studien. . Die Wirksamkeit des autogenen Trainings bei einer Vielzahl psychosomatischer Störungen und bei Angst-Symptomen/-Störungen bestätigt sich. Bei Kopfschmerz- und M. Raynaud-Patienten scheint die progressive Relaxation oder das Biofeedback überlegen zu sein. Neben der positiven Wirkung auf die Hauptsymptomatik kann darüber hinaus von einer angstmindernden und stimmungsverbessernden Wirkung des autogenen Trainings nicht nur bei Patienten mit psychosomatischen Störungen, sondern auch bei leicht-mittelschwer Depressiven und Angstpatienten ausgegangen werden.



      LINKS






Bookmark and Share
Anzeigen





XING - Das professionelle Netzwerk



Über uns | Werbung | Studenten-Shop | Partnernetzwerk | Partnernetzwerk | Impressum & Datenschutzerklärung

Copyright 2012 Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG