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studiInfo Sommersemester 2006Zwischen Theorie und PraxisUniversität oder FachhochschuleEin Studium an einer Fachhochschule (FH) oder an einer Universität - die Unterschiede sind größer als nur eine Glaubensfrage oder anders lautende Abschlüsse. Und es gibt keine allgemein gültigen Vor- und Nachteile in den verschiedenen Disziplinen. Der erste Unterschied liegt bereits in den Zugangsvoraussetzungen. Mit dem Abitur in der Tasche stehen dem Studienanfänger eigentlich alle Türen offen. Neben dem möglichen Studium an der Uni bietet sich die FH als Alternative an. Einige Fachhochschulen setzen in bestimmten Fachbereichen allerdings Praxiserfahrungen voraus. Mit dem Fachabitur ist der Besuch einer Universität nicht möglich. Auch bei der Länge der Ausbildungszeit ist eine generelle Bewertung unmöglich. Auch wenn die Regelstudiendauer an der FH bei vergleichbaren Studiengängen kürzer ist, kann durch Erlangen der FH-Reife, Berufsausbildung und anschließendem Studium der Weg durchaus länger sein als mit Abitur und Universitätsstudium. Nicht jeder Arbeitgeber stellt die gleichen Anforderungen an seine zukünftigen Mitarbeiter. Einige setzen eher auf praxisbezogene Fachhochschulabsolventen, andere verlangen das tiefergehende Universitätsstudium. Wird eine Promotion verlangt, so bleibt im Regelfall den Absolventen der Fachhochschulen der Weg zum Doktor-Titel verwehrt. Aber auch in diesem Fall gilt: keine Regel ohne Ausnahme. An vielen Orten arbeiten die Universitäten und Fachhochschulen bereits zusammen. Grundsätzlich gilt: Wer einer praxisbezogeneren Orientierung den Vorzug gibt, sollte sich mit einem Studium an der FH auseinandersetzen, wer die Theorie zu schätzen weiß sowie sich eine persönliche Zukunft in Forschung, Entwicklung oder Lehre vorstellt, ist an der Universität gut aufgehoben. Auch die Frage des persönlichen Lernens sollte berücksichtigt werden. Während an der FH dem Studierenden ein schulmäßigeres Raster mit strukturierten und vorgegebenen Lehrplänen an die Hand gegeben wird, sind Studierende an der Uni je nach Studiengang freier in ihren Entscheidungen und müssen den Plänen selber mehr als nur den letzten Schliff geben. Wird bei Stellenbeschreibungen keine Unterscheidung zwischen den beiden Hochschultypen vorgenommen, so dürften neben der konkreten Diplombezeichnung soziale Kompetenzen wie die Fähigkeit mit Menschen umzugehen, Allgemeinwissen, schriftliche und mündliche Ausdrucksmöglichkeiten, Fremdsprachenkenntnisse und ähnliches bei den Auswahlverfahren einen großen Einfluss haben. Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 01/06 Verfasst von STUDIInfo zurück |
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