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studiInfo Wintersemester 2005/06

„Weniger Abbrüche bei Bachelor und Master “

Erfolgversprechend!
Warum tun sich einige Hochschulen noch schwer bei der Umstellung auf die neuen Studienabschlüsse? Werden Bachelor und Master auf dem Arbeitsmarkt bereits anerkannt? STUDIInfo hat sich mit Dr. Florian Buch vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) über die neuen Hochschulabschlüsse unterhalten.

Das CHE ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation, mit Sitz im nordrhein-westfälischen Gütersloh, die 1994 von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz als GmbH gegründet wurde. Es versteht sich als „Reformwerkstatt für das deutsche Hochschulwesen“.

Wie läuft aus Ihrer Sicht die Einführung der neuen Studiengänge?
Mit der Einführung der neuen Studiengänge packen die Hochschulen eine fundamentale Reform an. Vielerorts geschieht das mit großer Entschlossenheit und interessanten Konzepten. Auch auf der politischen Ebene ist der Wille zur Durchführung einer sinnvollen und notwendigen Strukturveränderung deutlich erkennbar. Insofern schreitet die Einführung der neuen Studiengänge gut voran und ihre Akzeptanz wächst schon jetzt stetig.

Die Umstellungen verlaufen an den einzelnen Hochschulen sehr unterschiedlich. Warum tun sich einige Hochschulen noch schwer?
Abgesehen davon, dass noch nicht alle Hochschulen die Vorteile der neuen Studienstruktur erkannt haben, fordert die Umstellung in der Tat viel Kraft. Gerade durch die stärkere Curricularisierung (organisatorische und inhaltliche Strukturierung des Studiums, Anm. der Red.) und Modularisierung - und das sind zentrale Vorteile der neuen Studienstruktur - ist eine größere Planungsnotwendigkeit entstanden als bisher. Aber auch die Einführung innovativer Studienangebote ist vielfach mit der Umstellung verbunden: Das Angebot wird profilierter, differenzierter und vielfach auch interdisziplinärer. Zudem brauchen die Hochschulen mehr Gestaltungsfreiheit, was etwa die Kapazitätsplanung betrifft, damit die Betreuung intensiviert werden kann.

Was antworten Sie auf die Kritik, Bachelor- und Masterstudiengänge seien nur zerstückelte Diplom- oder Magisterstudiengänge?
Ein sorgfältig geplanter Bachelorstudiengang ist ein eigenständiges und in sich geschlossenes Studienangebot. Straffungen und Konzentration einerseits, Praxisorientierung und Strukturierung andererseits zeichnen solche Angebote aus. Außerdem muss ja beim Bachelor noch nicht Schluss sein mit dem Lernen. Eine weitere Vertiefung kann entweder unmittelbar nach dem Studium oder - besser noch - im Anschluss an eine erste Phase der Berufstätigkeit erfolgen. Hier liegt auch eine wichtige Mobilitätsschnittstelle, sowohl disziplinär als auch was den Studienort betrifft.

Können die relativ kurzen Bachelor-Studiengänge die heute in einigen Fächern sehr hohe Abbrecherquote senken?
Erste Erfahrungen zeigen, dass die Abbrecherquoten in den Bachelorstudiengängen erheblich niedriger sind als in den alten Studiengängen. Außerdem erfolgt ein Abbruch - wenn er denn doch stattfindet - in aller Regel erheblich früher, so dass weniger Zeit verloren geht. Das ist nicht zuletzt ein Effekt der besseren Strukturierung und der Leistungskontrolle durch studienbegleitende Prüfungen. Aber natürlich trägt hierzu auch die überschaubare Studiendauer bei. Noch besser wird es, wenn erst die Betreuungsrelationen günstiger werden.

Können Sie den Studenten die Verunsicherung nehmen, dass die neuen Abschlüsse auf dem Arbeitsmarkt noch nicht angemessen anerkannt werden?
Einerseits haben eine ganze Anzahl wichtiger Wirtschaftsunternehmen erklärt, dass sie an diesen Absolventen interessiert sind. Das zeigt etwa der Erfolg der Kampagne „Bachelor Welcome“. Andererseits zeigen auch erste Studien, dass die Chancen der Absolventen von Bachelorstudiengängen keineswegs schlecht sind.



Info-Adressen zu Bachelor und Master

Im Internet findet sich eine ganze Fülle von Informationsmaterial über die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master. Wichtige Quellen sind die Homepages der einzelnen Hochschulen. Dort sind in der Regel Veröffentlichungen und Informationen über die neuen Studiengänge sowie Literaturhinweise aufgelistet. Die Universitäten und Fachholschulen geben vor allem Auskunft über ihre eigenen Bachelor- und Masterangebote. Hier eine Liste von wichtigen Internetadressen mit allgemeinen Infos zu Bachelor und Master sowie weiterführenden Literaturverzeichnissen:

www.wege-ins-studium.de
Netzwerk von der Bundesagentur für Arbeit, dem Bundeselternrat, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, den Deutschen Studentenwerken, der Hochschulrektorenkonferenz und der Kultusministerkonferenz, u.a. auch für Abiturienten.

www.studis-online.de
Umfangreiches privates Informationsangebot für Studenten, speziell für Studienanfänger.

www.hrk.de
Seite der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der „Stimme der Hochschulen“.

www.bmbf.de
Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

www.hochschulkompass.de
Informationsangebot der Hochschulrektorenkonferenz über alle deutschen Hochschulen, deren Studienangebote und internationale Kooperationen.

www.studentenwerke.de
Seite der Deutschen Studentenwerke (DSW), eines freiwilligen Zusammenschlusses der Studentenwerke in der Bundesrepublik Deutschland.

Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 02/05
Verfasst von STUDIInfo




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