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studiInfo Sommersemester 2007Vollautomatisch ausgepackt!Aussichtsreiche StudiengängeDer Dortmunder Student Abhijit Bhore entwickelt in seiner Abschlussarbeit ein System, das Automobilteile in der Produktion selbstständig aus der Verpackung nimmt. Seine beruflichen Perspektiven sind bestens. Recht zuversichtlich ist Abhijit Bhore, dass im Jahr 2050 Roboter Menschen in einem Fußballspiel besiegen können. Bereits seit zehn Jahren treten beim jährlich stattfindenden Robocup Fußball spielende Roboter gegeneinander an. Das Ziel: Mitte des Jahrhunderts gegen Menschen antreten und gewinnen zu können. Dass Bhore soviel Zuversicht in die noch immer bedenklich wackelnden und äußerst behäbigen Automaten steckt, hat gewiss damit zu tun, dass auch sein Fachbereich an der Universität Dortmund an kickenden Robotern arbeitet. Der in Indien geborene Bhore hat in Dortmund soeben seinen Master of Arts im Bereich Automation and Robotics (etwa Automation und Robotertechnik) abgelegt. In seiner Abschlussarbeit hat der Ingenieur für die Firma Bleichert aus dem schwäbischen Osterburken eine Methode entwickelt, mit der Bauteile in der Automobilproduktion von Robotern aus der Verpackung gehoben und für die weitere Verarbeitung passend ausgerichtet auf ein Förderband gelegt werden. Eine äußerst komplexe Aufgabe, weil die Geräte erkennen müssen, wie die Bauteile in der Verpackung liegen um sie dann richtig abzulegen. Die Automobilbranche ist an Bhores Arbeit stark interessiert und wird wohl in nächster Zeit so genannte „bin picking-Verfahren“ verstärkt einsetzen, bei denen Roboter das Auspacken übernehmen. Studium mit enorm hohem Niveau Das nötige Wissen für diese Entwicklung hat Bhore sich im Laufe eines umfangreichen Studiums erarbeitet. Vor sechs Jahren schloss der 27-Jährige in Indien sein Maschinenbau- Studium mit dem Bachelor ab. Anschließend arbeitete er in den Bereichen Softwareentwicklung und Maschinenbau. 2003 bewarb er sich an der Dortmunder Universität um einen Studienplatz im Bereich Automation and Robotics. Nach Deutschland, so erzählt Bhore, zog ihn der ausgezeichnete Ruf des Maschinenbauwesens hierzulande, nach Dortmund das international ausgerichtete Studium: sämtliche Veranstaltungen werden auf Englisch angeboten, die meisten der Studierenden kommen aus dem Ausland. In Bhores Jahrgang zum Beispiel haben von 40 Studierenden nur zwei einen deutschen Pass. Vergrößert wurde der Reiz auf Bhore wohl noch dadurch, dass das Niveau des Studiengang enorm hoch ist. Der Dortmunder Fachbereich legt großen Wert auf die Qualifikation seiner Studierenden, die alle bereits einen Studienabschluss nachweisen müssen, zumeist einen Master. Da aber die Studierenden aus so unterschiedlichen Fachbereichen wie Maschinenbau und Informatik kommen, ist auch für die interdisziplinäre Ausrichtung gesorgt, die so dringend benötigt wird, wenn Maschinen gegen Menschen Fußball spielen sollen. Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 01/07 Verfasst von STUDIInfo zurück |
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