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studiInfo Sommersemester 2012

Verbessere deine Chancen auf einen Studienplatz durch einen Medizinertest

STUDIInfo 01/121997 abgeschafft, erlebt der Medizinertest eine Renaissance. Zahlreiche Hochschulen haben die Prüfung wieder eingeführt, um einen Teil ihrer Bewerber selbst auszuwählen. Die Teilnahme am Test ist freiwillig.
Das Ergebnis kann jedoch die Platzierung in den hochschuleigenen Ranglisten verbessern und wird mit der Abiturnote verrechnet, jede Universität legt dafür einen eigenen Schlüssel fest.

Für angehende Medizinstudenten ist der freiwillige Test für medizinische Studiengänge (TMS) somit eine gute Möglichkeit, ihre Chancen auf einen der begehrten Studienplätze zu verbessern. Jeder Kandidat darf nur einmal teilnehmen. Abgefragt wird kein medizinisches Fachwissen. Der Test prüft, inwieweit die Kandidaten über die Fähigkeiten verfügen, die für den Studienerfolg in medizinischen Fächern erforderlich sind.

Wer sich für ein Studium an der medizinischen Fakultät der Universitäten Bochum, Erlangen-Nürnberg, Freiburg, Heidelberg, Heidelberg/Mannheim, Leipzig, Lübeck, Mainz, Tübingen und Ulm sowie an den zahnmedizinischen Fakultäten der Universitäten Freiburg, Heidelberg, Mainz, Ulm und Tübingen interessiert, kann mit der Teilnahme am freiwilligen Medizinertest seine Chancen auf einen Studienplatz erhöhen. Je nach Fakultät fließen die Leistungen mit unterschiedlicher Gewichtung in die Vergabe der Studienplätze ein. Mit dem Testergebnis und der Hochschulzugangsberechtigung bewerben sich angehende Mediziner zunächst bei der Stiftung für Hochschulzulassung (ehemals ZVS) und je nach Vorgabe der einzelnen Hochschule parallell bei der gewünschten Universität. Grundsätzlich müssen sich Interessierte über hochschulstart.de für die Fächer Medizin, Pharmazie, Tiermedizin und Zahnmedizin bewerben.

An dem von der ITB-Consulting GmbH entwickelten Test kann jeder teilnehmen, der über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt oder diese im laufenden oder darauffolgenden Schuljahr erhält. Außerdem darf der TMS in Deutschland noch nicht absolviert worden sein. Gefragt sind das Grundverständnis für mathematisch-naturwissenschaftliche Themen, räumliches Vorstellungsvermögen, Merkfähigkeit und eine rasche Auffassungsgabe – wichtige Voraussetzungen für das spätere Studium. In den Aufgaben müssen beispielsweise Muster zugeordnet, medizinische oder naturwissenschaftliche Sachverhalte nachvollzogen oder Diagramme und Tabellen interpretiert werden. Auch mathematische Sachaufgaben gehören zum Testspektrum.

Gute Aussichten durch gründliche Vorbereitung

Eine gründliche Vorbereitung lohnt sich, denn das Testergebnis gilt dauerhaft – auch für spätere Bewerbungen um einen Studienplatz in Medizin. Es ist von Vorteil, wenn man nicht nur weiß, wie der Testtag abläuft, sondern auch, welche Bearbeitungsstrategien bei den verschiedenen Aufgabengruppen hilfreich sind. Zur Vorbereitung empfehlen sich Bücher mit vergleichbaren Aufgabenstellungen. Über die Internetseite www.tms-info.org wird unter dem Navigationspunkt „Vorbereitung“ eine Informationsbroschüre zum Download angeboten. Interessenten erfahren mehr über die Art der einzelnen Aufgaben, können anhand der vorgestellten Beispiele üben und erhalten Tipps zur Lösung von verschiedenen Aufgaben.

Außerdem bietet der Medizinertest-Entwickler ITB Consulting mit dem Vorbereitungsportal www.medizinertest-vorbereitung.de eine weitere Möglichkeit, die Chancen auf ein gutes Abschneiden zu erhöhen. Gegen Gebühr können dort zwei komplette Versionen früherer Tests genutzt werden, um den Ernstfall zu simulieren. Der Vorteil: über 360 authentische Aufgaben und im Anschluss eine ausführliche Rückmeldung zu der Leistung unter Berücksichtigung der echten Bewertungskriterien.

Der Test findet einmal jährlich, in der Regel Anfang Mai, an verschiedenen Orten in Deutschland statt. Die Teilnahme kostet 50 Euro. Bis Mitte Januar laufen die Anmeldungen, Ende Juni/Anfang Juli gibt es die Ergebnisse.

Nähere Informationen

www.tms-info.org
www.hochschulstart.de

sowie auf den Internetseiten der jeweiligen Hochschulen

Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 01/12
Verfasst von STUDIInfo




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