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studiInfo SS 06

Tagsüber Karriere - abends Studieren

Interview mit Jens Spahn, Student der Fernuni Hagen
Nach dem Abi und der Ausbildung geht´s zur Uni - diesen Weg schlagen viele junge Menschen ein. Auch bei Jens Spahn hätte es so laufen können - wenn der 1980 in Ahaus geborene Bankkaufmann am 22. September 2002 nicht als jüngster Direktkandidat in den Bundestag gewählt worden wäre. Auf ein Studium wollte der Christdemokrat dennoch nicht verzichten und entschied sich für ein Fernstudium.
STUDIInfo hat sich mit Jens Spahn unterhalten.

Wie sind Sie darauf gekommen, zum Sommersemester 2003 an der Fernuni Hagen ein Politik- und Rechtsstudium aufzunehmen?
Für meine wirtschaftliche Unabhängigkeit ist mir das Studium wichtig. Allerdings habe ich durch das Mandat keine Zeit für ein Präsenzstudium. Per Post und Internet zu studieren, ist eine ideale Lösung.

Worin lag die Motivation?
Neben meiner Qualifikation als Bankkaufmann hatte ich auch ein ganz persönliches Interesse. Ich sehe das Studium als wichtige Alternative zum Mandat. Ich möchte nicht davon abhängig sein.

Reicht die Zeit fürs Studium neben der Arbeit im Bundestag und Wahlkreis?
Das ist wahrscheinlich bei mir nicht anders als bei den meisten Studierenden. Allerdings muss ich nicht zu festen Zeiten in die Vorlesungen und Seminare, kann mir die Zeit zum Lernen freier einteilen. Kurz vor den Prüfungen wird dann richtig reingehauen.

Wie soll es denn mit dem Studium weitergehen?
Im Laufe der zweiten Legislaturperiode möchte ich in beiden Studiengängen den Bachelor-Abschluss haben. In einem möchte ich dann bis zum Master weitermachen.

Stichwort Studiengebühren - was kostet Sie das Studium an der Fernuni?
Pro Semester zahle ich - abhängig von der Anzahl der Kurse, die ich belege - zwischen 400 und 600 Euro.

Was fehlt denn im Vergleich zum klassischen Studium, das Ihre ehemaligen Mitschüler aufgenommen haben?
Man trifft in den Veranstaltungen keine Kommilitonen, die man persönlich kennen lernt. Dafür gibt es Schwarze Bretter und Chats für Diskussionen, die ich allerdings nicht intensiv nutze. Natürlich habe ich auch nicht das Studentenleben im eigentlichen Sinne mit allem, was man sich so darunter vorstellt.

Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 01/06
Verfasst von STUDIInfo


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