20 1 2 21 15 3 4 5 6 16 8 7 |
studiInfo Sommersemester 2009Studium mit Perspektive - Neuer Studiengang: „Bachelor of Science in Clinical Research“Stefanie Kupke studiert seit einem Semester an der Parexel-Akademie in Berlin einen neuen Studiengang, der Medizin, Pharmazie und betriebswirtschaftliches Management verbindet.Stefanie Kupke blickt auf ihre Ausbildung zur Krankenschwester zurück: „Ich habe schnell gemerkt, dass die Abläufe in einem Krankenhaus anders sind, als ich sie mir vorgestellt hatte“. Nach dem Abitur wollte die Cottbuserin ursprünglich Medizin studieren – doch der hohe Numerus Clausus machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Aus diesem Grund begann die damals 19-Jährige zunächst eine Ausbildung zur Krankenschwester - und stellte schnell fest, dass der Krankenhausalltag nicht ihren Vorstellungen entsprach. „Ich wollte nach dem Abschluss meiner Ausbildung etwas Anderes machen“. Erfolgreiche Bewerbung bei Parexel Durch Zufall stieß Stefanie auf die Firma Parexel und bewarb sich erfolgreich als medizinische Mitarbeiterin. Parexel International ist eines der führenden unabhängigen Auftragsforschungsinstitute mit mehr als 8000 Mitarbeitern an 64 Standorten auf allen Kontinenten, allein mit über 1000 Beschäftigten in Deutschland. „Der Einblick in die Arzneimittelforschung eröffnete mir neue Perspektiven in eine vielfältige und spannende Branche“, entdeckte die junge Frau. Schnell jedoch wurde Stefanie klar, dass ihr Karriereweg ohne akademische Weihen womöglich rasch zu Ende sei. Im Februar dieses Jahres begann die Cottbuserin darum mit dem neuen Studiengang „Bachelor of Science in Clinical Research”. Die Parexel-Akademie hat zusammen mit der University of Wales diesen Studiengang auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung und Arzneimittelzulassung entwickelt und bietet erstmals in Europa ein wissenschaftliches und praxisorientiertes Studium für die Klinische Forschung an. Schwerpunkt ist die Kombination einer universitären Ausbildung mit praxisrelevanten Modulen. Während die University of Wales Garant für die wissenschaftlichen Inhalte des Studiums ist, vermittelt die unternehmenseigene Akademie die Fach- und Sozialkompetenzen zur Durchführung von Arzneimittelstudien. Das Studium wird ab dem dritten Semester in englischer Sprache durchgeführt. Exzellente Studienbedingungen Mittlerweile liegt das erste Semester hinter der jungen Frau – und die Begeisterung ist geblieben: Kleine Arbeitsgruppen, eine hochwertige technische Ausstattung sowie ein Personal Tutor, der sich für die Belange der Studierenden einsetzt, sorgen dafür. „Die Studienbedingungen sind hier exzellent“, betont Stefanie. Von den Studenten wird eine hohe Lernbereitschaft und ein umfangreiches Leistungspensum gefordert. „Das Studium verbindet auf interessante Weise ganz unterschiedliche Bereiche: von Biochemie, Medizin und Pharmazie bis hin zu Kommunikation, Präsentation und Gesprächsführung“, beschreibt die junge Frau. Eine weitere Besonderheit des Studiums ist das fünfmonatige Auslandspraktikum. Es ermöglicht den Studierenden internationale Berufserfahrung zu sammeln und das erlernte Wissen praktisch anzuwenden. Der Titel, der den Studenten durch die University of Wales verliehen wird, lautet „Bachelor of Science in Clinical Research“ und ermöglicht den Absolventen eine nahtlose Arbeitsaufnahme in die Pharmaindustrie, in Auftragsforschungsinstitute und in die Koordinierungszentren für Klinische Studien, die an allen Universitätskliniken im Entstehen sind. Optimale Praxisvorbereitung „Im Laufe des Studiums werden alle relevanten Felder der Klinischen Forschung abgedeckt, so werden wir optimal für die Praxis vorbereitet“, macht sich die Cottbuserin um die Zeit nach dem Studienabschluss keine Sorgen: Selbstsicher und zuversichtlich verrät sie: „Ich habe das gute Gefühl, mit dem weiteren Verlauf des Studiums eröffnen sich für mich zunehmend neue Perspektiven, auf die ich sehr gespannt bin.“ Veränderte Studienanforderungen: „Hammerprüfung“ ist kein Grund zur Panik Die neue ärztliche Approbationsordnung hat das Medizinstudium nachhaltig verändert: So gibt es keine staatliche Prüfung mehr vor dem Praktischen Jahr (PJ). Statt dessen findet jetzt am Ende der Ausbildung, also nach dem PJ, ein umfassendes staatliches Abschlussexamen statt: das M2, von vielen auch „Hammerprüfung“ genannt. Dieses neue Examen besteht aus einem dreitägigen schriftlichen Teil und einer mündlich-praktischen Prüfung, die sich auf zwei Tage verteilt. Vor allem dieser mündlich-praktische Teil wird neu gestaltet: Fallbezogen wird vor allem fächerübergreifendes Wissen überprüft, hinzu kommen Fragen aus Querschnittsbereichen. Wichtig: Dieses Examen ist kein Grund zum Fürchten, denn es geht vor allem um die Breite des medizinischen Wissens und Könnens, so Dr. Bernhard Marschall, Studiendekan an der Universität Münster: „War früher das Praktische Jahr sozusagen ein ‚Sahnehäubchen’, hat es jetzt einen ganz anderen Stellenwert. Einerseits muss die Vorbildung bis zum Erreichen des PJ so strukturiert sein, dass dieses mit Erfolg absolviert werden kann. Andererseits müssen die Lernfortschritte während des PJ regelmäßig kontrolliert werden, damit das Staatsexamen mit möglichst guten Noten bestanden wird.“ Facharztfähigkeiten und Spezialwissen sind ausdrücklich nicht Thema der Abschlussprüfung. Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 01/09 Verfasst von studiInfo zurück |
|
||||||||
|
Über uns | Werbung | Studenten-Shop | Partnernetzwerk | Partnernetzwerk | Impressum & Datenschutzerklärung Copyright 2012 Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG |