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studiInfo Wintersemester 2012/13

Studienplatzabsage – was nun? Wartezeit sinnvoll nutzen!

STUDIInfo 02/12Heute noch in der Abi-Klausur, morgen schon im Hörsaal? Das klappt nicht immer, denn viele beliebte Studienfächer haben hohe Zulassungsbeschränkungen. Manche Abiturienten, die jenseits der Traumnote 1,0 die Schule beenden, müssen sich auf eine längere Wartezeit bis zum Studium gefasst machen.

Aber eine solche Zwangspause hat viele Vorteile – denn egal, ob Praktikum, Freiwilligendienst, Auslandsaufenthalt oder eine Ausbildung – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Keine Vorlesung der Welt kann die dabei gewonnenen Erfahrungen und Erlebnisse vermitteln. Sogar Personalentscheider schätzen es, wenn der Lebenslauf eine solche „Orientierungsphase“ enthält – beweist es doch, dass sich der Bewerber auf Neues eingelassen und an Lebenserfahrung gewonnen hat. StudiInfo stellt die interessantesten Möglichkeiten vor. Um den ersehnten Studienplatz trotz Praktikum oder Auslandsaufenthalt im Auge zu behalten, sollten Schulabsolventen auf die Anzahl ihrer Wartesemester achten. Diese werden in Halbjahren gerechnet, die seit dem Abitur verstrichen sind. Aber Vorsicht: Wer während der Wartezeit an einer deutschen Hochschule immatrikuliert ist, bekommt diese Zeit eines „Parkstudiums“ nicht angerechnet.

Vorsemesterkurse für Mediziner

Für angehende Mediziner ist es sinnvoll, in einer kurzen Übergangszeit so genannte Vorsemesterkurse zu belegen. Eine interessante, wenn auch kostenpflichtige Möglichkeit bietet das Institut für Biologie und Medizin des Rheinischen Bildungszentrums in Köln an. Der viermonatige Vorbereitungskurs auf ein naturwissenschaftliches oder medizinisches Studium vermittelt einen Überblick über Gebiete wie Biologie, Chemie, Physik, Anatomie des Menschen, Histologie, Zytologie oder Hämatologie. Schulabgänger können dort eventuelle Wissenslücken schließen und die Voraussetzungen für ein zügiges Studium schaffen. Inzwischen gibt es auch kostenpflichtige Vorbereitungskurse von kommerziellen privaten Anbietern wie der Prometheus Akademie in Berlin.

Berufsausbildung: Ein Gewinn fürs ganze Leben

Wenn die Wartezeit länger dauert – und das ist in der Regel der Fall – kann auch eine komplette Ausbildung eine sinnvolle Investition in die Zukunft sein. Schulabgänger, die vom Arztberuf träumen, haben da vielfältige Möglichkeiten. Die Tätigkeit eines Rettungsassistenten etwa bietet bereits spannende Einblicke in den erhofften späteren Beruf. Diese Nothelfer sind bei einem Erste-Hilfe-Einsatz meist als Erste vor Ort. Sie versorgen die Verletzten mit Sauerstoff, führen Herzmassagen durch, leisten Geburtshilfe und bereiten alles für das Eintreffen des Arztes vor. Die Ausbildung ist bundeseinheitlich geregelt: Im ersten Jahr werden die künftigen Nothelfer an einer anerkannten Schule theoretisch ausgebildet, im zweiten Jahr leisten sie aktiven Dienst in einer Lehrrettungswache. Für das erste Ausbildungsjahr fallen Gebühren von durchschnittlich 285 Euro pro Monat an. „Diese Kosten relativieren sich aber schnell“, weiß Ingo Kolmorgen, Leiter der Rettungsassistentenschule Med-Ecole aus Kiel. „Unsere Schüler können Bafög beantragen oder einen sehr günstigen Bildungskredit aufnehmen. Bereits im zweiten Ausbildungsjahr bekommen sie dann eine Ausbildungsvergütung von circa 1000 Euro monatlich.“ 40 Prozent der Schüler von Kolmorgen sind Abiturienten, viele sehen die Ausbildung als nützliche und intensive Vorbereitung auf ein Medizinstudium. „In wenigen anderen Gesundheitsberufen sind die Absolventen so schnell so nah dran an der Praxis“, so Kolmorgen. Weiterer Vorteil: Medizinstudenten, die eine Ausbildung zum Rettungssanitäter vorweisen können, sind bei Einsätzen in einer Rettungswache äußerst gern gesehen. Somit bietet sich ihnen eine gute Gelegenheit, ihr Studium zu finanzieren. Wer nach erfolgter Ausbildung kein Studium hinterherschieben möchte, hat als Rettungsassistent beste Berufsaussichten. Aufgrund der Reformen im Gesundheitswesen, gewinnt der Beruf zunehmend an Bedeutung, die Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sind vielfältig.

Auch die Ausbildung zum Gesundheitsund Krankenpfleger ist in vielerlei Hinsicht eine gute Entscheidung. Zum Einen kann der zukünftige Medizinstudent Krankenhausluft schnuppern, den Klinikalltag hautnah miterleben und somit in seiner Berufswahl bestätigt werden. Hinzu kommt, dass für den vorklinischen Teil des Medizinstudiums ein Nachweis über ein 90-tägiges Krankenpflegepraktikum notwendig ist. Je nach Landesprüfungsamt, werden Tätigkeiten wie Gesundheits- und Krankenpflege auf das Praktikum angerechnet, ebenso wie das klinische Praktikum während der Ausbildung zum Rettungsassistenten.
Seit einigen Jahren wird die Ausbildung zum Biomedizinischen Assistenten immer populärer. Sie kann allerdings kostenpflichtig sein. Dieser Bildungsgang ist speziell für Wartezeit-Überbrücker gedacht und dauert anderthalb Jahre, inklusive Pflegepraktikum. Auch beliebt und sinnvoll ist die Ausbildung zum Medizinisch-technischen Assistenten (MTA), die drei Jahre dauert.

Auslandspraktikum: Den Duft der großen weiten Welt schnuppern

Ebenso ist e in Aufenthalt im Ausland ein echter Gewinn: Schulabgänger oder Studierende lernen fremde Kulturen und interessante Menschen kennen, gewinnen erste Berufserfahrung, und polieren ihren Lebenslauf ordentlich auf. Angehende Mediziner profitieren gleich doppelt, denn in der Regel erkennen deutsche Universitäten einen Arbeitsaufenthalt an einem Krankenhaus in China, Indien, Mexiko oder anderen Ländern als Pflegepraktikum an.

Veröffentlicht in STUDIInfo / Ausgabe 02/12
Verfasst von STUDIInfo




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